Haftstrafen für „Gärtner“

Erstellt am 24. Juni 2022 | 05:11
Lesezeit: 2 Min
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Rund 60 Kilogramm Cannabis in Indoor-Plantagen in Palterndorf erzeugten die Angeklagten.
Foto: Symbolfoto: Shutterstock/hanohiki
Insgesamt drei Männer mussten sich vor Gericht für Suchtgifthandel verantworten.
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Zwei sogenannte „Gärtner“ (25 und 22) und ein „hierarchisch höher stehender“ 45-Jähriger, wie es Staatsanwalt Christoph Zechner ausdrückte, waren am Landesgericht Korneuburg vor einem Schöffensenat wegen Suchtgifthandels „im großen Stil“ und als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Die zwei Serben mit dem grünen Daumen hatten sich bereits bei ihrer Festnahme am 27. Februar dieses Jahres geständig gezeigt, rund 60 Kilogramm Cannabis in Indoor-Plantagen in Palterndorf und Königstetten erzeugt zu haben.

Der 45-jährige selbstständige Bauunternehmer, der das Haus in Königstetten 2018 für 75.000 Euro erworben hatte, schwieg bisher zu den Anschuldigungen, derjenige gewesen zu sein, der dafür sorgte, dass das Gras in Umlauf kam.

Vor dem vorsitzenden Richter Manfred Hohenecker bekannte er sich schuldig, wollte sonst aber nichts weiter dazu sagen. Die weit über 1.000 Pflanzen, die im Februar sichergestellt wurden, sprachen sowieso eine deutliche Sprache.

Das Haftübel verspürten alle drei – vorher unbescholtenen – Angeklagten das erste Mal, was auf sie sichtlich Eindruck machte. Nachdem der 22-Jährige sich schon länger um die Pflanzen kümmerte, lautete sein Urteil auf 18 Monate Freiheitsstrafe, der 25-Jährige bekam 15 Monate, der Rädelsführer 24 Monate.

Jeweils zwei Drittel der verhängten Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Das Trio und der Staatsanwalt erklärten Rechtsmittelverzicht, womit das Urteil rechtskräftig wurde. Gegen weitere Täter wird ermittelt.

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