Reliquie nach 750 Jahren endlich daheim. Marchegg feierte am Wochenende ein Ereignis der besonderen Art: Nach über 7 Jahrhunderten konnte eine Reliquie der Hl. Margareta in Empfang genommen werden.

Von Ernst Spet. Erstellt am 23. Juli 2018 (18:06)
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Viele Besucher aus nah und fern fanden sich an der March ein, um die Ankunft des Geschenks der Erzdiözese Olmütz zu erleben. Schon das Vorprogramm war besonders stimmungsvoll: Bläsergruppen auf einem Boot hatte man bislang in unseren Breiten noch nicht erlebt.

Die Volkstanzgruppe Marchfeld animierte zahlreiche Gäste zum Mittanzen, die Marchegger Chöre marschierten singend am Festplatz ein, Kameraden und Jäger versammelten sich für ihren Auftritt und sogar der bekannte Maler Gottfried „Laf“ Wurm hatte ein March-Atelier eingerichtet.

Der Musikverein Marchegg/Breitensee konzertierte am Flussufer und Willi Kunc moderierte professionell und launig die Veranstaltung. Passend zum Thema auch die Kulinarik mit Olmützer Quargel und tschechischem Bier.

Höhepunkt war der Empfang der geschmückten Plätte (ein traditionell kielloses weitgehend kastenförmiges hölzernes Arbeitsschiff) der FF Marchegg samt Begleitbooten des Fischereivereines. Von festlicher Musik und 21 Salutschüssen begleitet, wurde schließlich die Reliquie an Stadtpfarrer Pater Antal übergeben. Trotz einsetzenden Regens machte sich eine lange Prozession auf den Weg zur Klosterkirche.

Festmesse war der liturgische Höhepunkt

Liturgischer Höhepunkt war die Festmesse am Sonntag in einer übervollen Stadtkirche mit Gästen aus Budweis und Prag und ein Hochamt mit Solisten an Orgel und Violine sowie dem Kirchenchor Breitensee zu Ehren der Reliquieneinsetzung im Altarbereich.

Beim Frühschoppen vor dem Feuerwehrhaus fand diese großartige Veranstaltung den fröhlichen Ausklang.

Die Organisatoren Franz Hubek und Eduard Wintera waren begeistert von der großartigen Mitarbeit der Marchegger Vereine, bei der besonders die heimische Feuerwehr mit Eifer ein unglaubliches Arbeitspensum erledigte. Ein stimmungsvolles und würdiges Fest zu Ehren der Marchegger Kirchenpatronin, an das man sich noch lange erinnern wird.