Gänserndorf: Stadtamtsdirektor Wildmann geht im Sommer. Jetzt ist es fix: Mitte des Jahres wird sich der langgediente oberste Beamte der Gemeinde in den wohlverdienten Ruhestand zurückziehen. Nachfolgerin ist Manuela Müller.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 06. Januar 2021 (05:01)
Stadtamtsdirektor Anton Wildmann (r.) wird Mitte des Jahres in Pension gehen. Manuela Müller wird seine Nachfolgerin – sehr zur Freude auch von VP-Bürgermeister René Lobner (l.).
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Im Sommer 2019 hieß es, dass Gänserndorfs Stadtamtsdirektor Anton Wildmann in eineinhalb bis zwei Jahren in Pension gehen werde. Wer ihn kennt, der wusste sofort: Wildmann geht keinen Tag früher als nötig – zu sehr mag er seinen Job. Somit wurden es natürlich zwei Jahre. Aber jetzt ist es fix: Der oberste Beamte der Gemeinde wird sich Mitte des Jahres – dann ist er 65 Jahre alt – in den Ruhestand verabschieden ... wenn nichts Wichtiges dazwischenkommt, das den „Toni“ doch noch in seinem Bürosessel hält.

Manuela Müller ist auf jeden Fall bereit, das Ruder in der Stadtamtsdirektion zu übernehmen. Sie wurde seit dem Sommer 2019 als Wildmanns Nachfolgerin aufgebaut. Die studierte Juristin – 40 Jahre jung – wohnt in Seyring (Bezirk Korneuburg), ist verheiratet und hat eine Tochter. Noch ist sie Stadtamtsdirektor-Stellvertreterin. Im Gemeinderat wurde ihre Bestellung damals sogar einstimmig beschlossen. Ihre Einschulung übernahm Wildmann selbstverständlich selbst.

„Der Job hat mir immer viel Spaß bereitet.“ Anton Wildmann, Noch-Stadtamtsdirektor

Er steht seit 1976 im Dienst der Gemeinde Gänserndorf, seit 1998 fungiert er als Stadtamtsdirektor. Wildmann hatte in seiner beruflichen Laufbahn sage und schreibe neun verschiedene Bürgermeister als Chefs. „Der Job hat mir trotzdem immer viel Spaß bereitet“, betont er mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

„Sein Erfahrungsschatz ist natürlich gewaltig“, weiß auch VP-Bürgermeister René Lobner. Der Stadtchef freut sich, mit Manuela Müller eine kompetente Nachfolgerin für Wildmann gefunden zu haben: „Sie kommt zwar nicht aus dem Finanzsektor wie einst Toni, aber für diese Agenden haben wir ja mittlerweile unsere hervorragende Abteilungsleiterin Maria Kalensky.“

Übrigens: Im September wird ein weiteres Rathaus-Urgestein in Richtung Pension schreiten, nämlich Robert Lang, Leiter der Abteilung Stadtzentrale. Er begibt sich in Altersteilzeit. In den nächsten Jahren werden noch andere hochrangige Rathaus-Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln. Entsprechende notwendige Umstrukturierungs-Pläne hat Lobner bereits im Kopf: „Mir ist wichtig, dass die Verwaltung immer gut aufgestellt ist – auch für die Zeit, in der ich selbst nicht mehr Bürgermeister bin.“