Orth: Corona-Impfstoff in der Pipeline?. BioNTech und Pfizer kämpfen gemeinsam gegen das Coronavirus.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 24. März 2020 (10:14)
Pfizer

Pfizer, der Pharma-Konzern mit einem Standort in Orth an der Donau, und BioNTech wollen gemeinsam einen mRNA-basierten Coronavirus-Impfstoff realisieren und vertreiben. Die Verwendung sogenannter mRNA (messenger RNA) ist ein moderner Ansatz der Impfstoff-Entwicklung.

Ziel der beiden Unternehmen ist die beschleunigte Entwicklung von BioNTechs potenziellem COVID-19-mRNA-Impfstoffprogramm, das voraussichtlich Ende April in die klinische Testung gehen soll. Das schnelle Voranschreiten der Zusammenarbeit baut auf der bestehenden Forschungs- und Entwicklungskooperation auf, die Pfizer und
BioNTech 2018 zur Schaffung von mRNA-basierten Impfstoffen zur Vorbeugung von Grippe eingegangen sind.

„Wir freuen uns, dass es die bestehende, erfolgreiche Kooperation ermöglicht, unsere Ressourcen so schnell zu mobilisieren“, sagt Mikael Dolsten, Chief Scientific Officer von Pfizer. „Indem wir unsere Erfahrung im Bereich der Entwicklung, Zulassung und Vermarktung von Arzneimitteln mit der mRNA-Impfstoff-Technologie und der Expertise von BioNTech vereinen, bekräftigen wir unser Versprechen, schnellstmöglich und mit allen verfügbaren Kräften gegen die Pandemie zu kämpfen.“

In Deutschland und den USA wird geforscht

Die erste Phase der Forschung werde in Deutschland und den USA stattfinden, berichtet Sylvia Nanz (Medical Director Pfizer Corporation Austria). Am 17. März wurde eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit BioNTech angekündigt.

Geplant ist, im nächsten Monat eine Phase-1-Studie zu starten. „In dieser werden erste Daten zur Verträglichkeit gesammelt. Es werden gesunde Freiwillige eingebunden“, erläutert die Direktorin. Und sollte man erfolgreich sein? „Sollte aus dieser Zusammenarbeit unmittelbar ein sicherer und wirksamer Impfstoff entstehen, ist es unser Ziel und Wunsch, weltweiten Zugang zu diesem Impfstoff sicherzustellen“, versichert Nanz.

Man werde diesbezüglich Gespräche mit globalen Gesundheits- und Zulassungsbehörden sowie politischen Entscheidungsträgern im Gesundheitssystem führen.