Slowakische Schafe "mähen" den Marchfeld-Schutzdamm. Slowakische Schafe werden im Nationalpark Donau-Auen bei Stopfenreuth zur Beweidung des Marchfeld-Hochwasserschutzdammes eingesetzt.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. September 2017 (14:40)
DANUBEPARKS
Schafe am Damm

Die tierischen "Rasenmäher" tragen dazu bei, kostengünstig seltene Trockenlebensräume und Arten zu schützen und den Damm in seiner Schutzfunktion zu verbessern, wurde zu dem Pilotprojekt erläutert.

Die Schafe würden die Vegetation kurz halten, seltene Orchideen fördern und die Eiablageplätze der Europäischen Sumpfschildkröte am Damm "pflegen". Die Tritte der recht leichten Tiere führen laut Aussendung des Nationalparks zu einer sanften Verdichtung des Dammes und verstärken so seine Stabilität.

Die Damm-Beweidung mit Schafen habe in vielen Regionen, etwa in Osteuropa oder an den Deichen der Nordseeküste, lange Tradition. Gerade in Ostösterreich seien jedoch Nutztiere vielfach aus der Landschaft verschwunden.

BROZ
Schafbeweidung

Zur Etablierung der Schafbeweidung am - vor der Sanierung stehenden - Marchfeld-Schutzdamm greife der Nationalpark Donau-Auen daher auf das Know-how und den Tierbestand slowakischer Kollegen zurück. Eingebunden ist die slowakische Naturschutzorganisation BROZ.

"Im Spätsommer wurde mit einer kleinen Herde bestehend aus Muttertieren und ihren Lämmern begonnen. Verläuft die Testphase erfolgreich, dann ist für die kommenden Jahre eine Aufstockung der Herde mit permanenter Betreuung der Tiere durch erfahrene slowakische Schäfer angedacht", berichtete Georg Frank, Generalsekretär von Danubeparks. Das Netzwerk arbeitet seit zehn Jahren mit den Donau-Schutzgebieten zusammen.

www.donauauen.at