Erstellt am 03. Januar 2012, 00:00

Platt bläst Bäckern den Marsch. URAUFFÜHRUNG / Gänserndorfs Musikschuldirektor Peter Platt feiert am Freitag, 13. Jänner, die Premiere seines „Zuckerbäckermarsches“ beim Ball in der Wiener Hofburg.

Peter Platt komponierte den „Zuckerbäckermarsch“. ZVG  |  NOEN
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VON STEFAN HAVRANEK

GÄNSERNDORF, WIEN / Wenn am Freitag, dem 13. Jänner, die Ehrengäste des Wiener Zuckerbäckerballs, der heuer unter dem Motto „Freitag, der 13.“ steht, in der altehrwürdigen Wiener Hofburg Einzug halten, wird dies in einem Weinviertler Rhythmus vonstatten gehen. Der Direktor der Regionalmusikschule Gänserndorf, Peter Platt, zeichnet sich nämlich für den „Zuckerbäckermarsch“ verantwortlich, der eigens zu diesem Anlass komponiert wurde und hier auch seine Premiere feiert.

Zum 111. Mal geht der Zuckerbäckerball bereits über die Bühne, aber erstmals wurde dafür auch ein eigener Marsch komponiert und auch uraufgeführt. Es ist aber kein Wunder, dass just Platt der Erste ist, dem diese Ehre zuteil ist. Musikalisch ist er das Gegenteil eines unbeschriebenen Blattes, eher eine prall gefüllte Notenseite, um in dem Jargon zu bleiben, in dem sich der Musiker und Komponist am Wohlsten fühlt. Bereits seit über 20 Jahren spielt das Musik-Talent bei allen großen Bällen in Wien (u.a. Philharmonikerball, TU-Ball, Ball des grünen Kreuzes, Ball des Korporationsringes).

Platts Werdegang: Erste  Ausbildung mit sechs Jahren

Peter Platts Werdegang erinnert ein wenig an den eines anderen österreichischen musikalischen Wunderkindes: Seine erste musikalische Ausbildung genoss er im Alter von sechs Jahren in der Musikschule Gänserndorf an Akkordeon und Trompete. Später wechselte er von Trompete auf Tenorhorn und erlernte zusätzlich E-Orgel. Bereits im zarten Alter von acht Jahren gab es erste Kompositionsversuche.

Mit zehn Jahren schrieb er den „Ritter-Zoppel-Marsch“. Im Jahre 1979 bestand er die Aufnahmsprüfung an der Hochschule für Musik in Wien, im Hauptfach Posaune.

Es folgten ein Studium am Konservatorium der Stadt Wien - Hauptfach Jazzposaune bei Prof. Erich Kleinschuster. Nach der Diplomprüfung mit Auszeichnung am Vienna Konservatorium im Jahre 2000 im Fach Komposition, Arrangement und Jazztheorie absolvierte er die Lehrbefähigungsprüfung im Hauptfach IGP im Jahre 2003.

1993 bekam er den Anerkennungspreis des Landes NÖ für besondere Verdienste im Bereich der Musik. Weitere Tätigkeiten: Ständiger Substitut beim Bühnenorchester der Staatsoper Wien, Kapellmeister des Musikvereins Auersthal und Bezirkskapellmeister-Stellvertreter der BAG Gänserndorf.