Gänserndorf: Opposition zeigt jetzt Flagge. Weltweit wurde der Juni als Monat gegen Homophobie und Diskriminierung begangen. Deshalb kauften SPÖ, Grüne und NEOS gemeinsam eine Regenbogenfahne und hissten diese vor dem Volkshaus.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 03. Juli 2020 (18:31)
Die Grünen-Gemeinderätinnen Margot Linke (l.) und Beate Kainz (2.v.r.) sowie die SPÖ-Stadträte Michael Hlavaty und Ulrike Cap (r.) beim Hissen der Flagge vor dem Volkshaus.
privat

SP-Stadtrat Michael Hlavaty: „Damit zeigen wir uns solidarisch mit allen in unserer Stadt lebenden LGBT-Mitmenschen (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender, Anm.).“

Aus genau diesem Grund hätten die Grünen im Vorfeld versucht, parteiübergreifend die Fahne anzukaufen, erklärt Sprecherin Beate Kainz: „Während NEOS und SPÖ sofort zustimmten, kam bis heute keine Antwort von der ÖVP.“ In der Gemeinderatssitzung blitzten die Grünen mit dem Dringlichkeitsantrag, die Fahne vor dem Rathaus zu hissen, ab. „Das Volkshaus hatte jedenfalls kein Problem“, so Kainz. NEOS-Gemeinderat Joseph Lentner hofft, dass „nächstes Jahr die Regenbogenfahne vor dem Rathaus hängt“.

Was sagt VP-Stadtchef René Lobner zur Kritik? „Die Dringlichkeit des Antrags war nicht gegeben. Außerdem: Am Rathaus hängt die Stadt-, Landes-, Bundes- oder EU-Flagge bzw. die Regionalflagge. Wir können nicht irgendwelche andere Fahnen hissen. Wo fangen wir da an und wo hören wir auf?“