Grüne stört OMV-Projekt. Prottes: Bezirkssprecherin ortet Belastung der Umwelt und Vorreihung von Genehmigungen.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 17. März 2021 (03:33)
Grünen-Bezirkssprecherin Beate Kainz: „OMV will scheinbar rasch an Ölreserven kommen.“
NÖN

Die Grünen des Bezirks ärgern sich über ein Projekt der OMV. Diesmal geht es um acht Bohrstellen auf der östlichen Seite der L 11 Richtung Prottes.

„Die OMV hat es manchmal ziemlich eilig, an die letzten Erdölreserven zu kommen. Da werden Projekte, deren Genehmigungsverfahren noch im Laufen sind, vorgereiht, während andere Vorhaben, die schon vor einem Jahr verhandelt worden sind, noch unsichtbar bleiben, obwohl diese Projekte doch vermutlich miteinander geplant worden sind“, moniert Grünen-Bezirkssprecherin Beate Kainz. Die erforderlichen Genehmigungen für die Benützung von Gemeindegrund können, so Kainz weiter, noch nicht erteilt worden sein, da der Gänserndorfer Gemeinderat erst heute, Mittwoch, tagt.

„Auswirkungen auf Natur wohl beträchtlich“

Sie möchte nun wissen, ob die Einrichtung der notwendigen Leitungsverlegungen vorverlegt wurde. Und ein weiterer Punkt stößt Kainz sauer auf: „Ich vermute, dass die Auswirkungen auf die Umwelt durch Luftverschmutzung aufgrund der zum Einsatz kommenden Dieselaggregate nicht unwesentlich sein dürfte.“ Was sagt eigentlich die OMV zur Kritik der Grünen?

„Offenbar liegt hier eine Vermischung von unterschiedlichen Anträgen vor. Die Anträge zur Herstellungsbewilligung der von den Grünen genannten acht Bohrungen haben eine Geschäftszahl aus dem Jahr 2020, die derzeitige Anfrage bezieht sich jedoch auf eine Geschäftszahl aus 2021“, lässt OMV-Sprecherin Elena Menasse wissen. Es gehe hier nicht um Bohrungen, sondern um die In-Produktionssetzung der gleichen Sonden“, lässt OMV-Sprecherin Elena Menasse wissen.

Und wie sieht es mit dem Umweltschutz aus? „Vermeidbare Emissionen unterbleiben nach dem besten Stand der Technik. Sämtliche Maßnahmen zur Vermeidung von Einwirkungen auf die Umwelt wurden getroffen bzw. werden so gering wie möglich gehalten“, so Menasse weiter.

Die Bewertung der Auswirkungen auf Mensch und Umwelt obliege jedoch der jeweiligen Genehmigungsbehörde.