"Pro Prottes“ kritisiert ÖVP. „Pro Prottes“ sieht in GmbH Möglichkeit für finanzielle Alleingänge der Regierungspartei. Diese kontert Vorwürfe.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 16. Februar 2017 (04:33)
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Sylvia Grünberger sieht in GmbH Möglichkeit für finanzielle Alleingänge.

Die Bürgerliste „Pro Prottes“ schießt scharf gegen die Volkspartei: Es geht um die „Marktgemeinde Prottes GmbH“, deren „intransparente Stukturen“, so Mandatarin Sylvia Grünberger, Grund zur Sorge bieten würden. „Sie bereitet dem Bürgermeister eine komfortable ,Spielwiese‘ für finanzielle Alleingänge. Der Ortschef kann mit den Stimmen seiner Mehrheitspartei jederzeit eine Zahlung der Marktgemeinde Prottes in die GmbH beschließen.“

Und weiter: „Liegt das Geld in der GmbH, kann der Bürgermeister unkontrolliert entscheiden, wem er es zufließen lässt, was er damit ankaufen oder wen er unterstützen möchte.“

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VP-Vizebürgermeister Helmut Tischler spricht von „peinlicher Polemik.“

Auch mit konkreten Angriffen gegen führende VP-Politiker hält „Pro Prottes“ nicht hinter dem Berg. Vater (VP-Bürgermeister Karl Demmer, Anm.) und Sohn (geschäftsführender Gemeinderat Christoph Demmer, Anm.) würden festlegen, was und wie es passiert, Vizebürgermeister Helmut Tischler sei als „Schweiger“ bekannt und würde das „Familien-Gespann“ ungestört werken lassen. Was sagt die Volkspartei zu den Vorwürfen der Bürgerliste?

„Die Marktgemeinde Prottes GmbH ist rechtlich völlig in Ordnung und wirtschaftlich absolut sinnvoll. Alle Verträge mit der Marktgemeinde Prottes GmbH sind vom Gemeinderat ordnungsgemäß beschlossen“, so VP-Vize Tischler. Und weiter: „Die peinliche Polemik gegen höchst engagierte Gemeindevertreter richtet sich von selbst.“