Protest: Liste ging einfach. „Pro Prottes“-Mandatare verließen Sitzung, „weil die VP Vorschläge und Anträge niederstimmt“. Ortschef Karl Demmer: „Versuchen, mit allen Fraktionen zusammenzuarbeiten.“

Von Manuel Mattes. Erstellt am 21. Dezember 2017 (05:36)
Archiv
„Pro Prottes“-Mandatarin Sylvia Grünberger: „Betrieb wird von gleichen Personen weitergeführt.“

Lang dauerte sie für die Mandatare der Bürgerliste „Pro Prottes“ nicht, die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres 2017. Nach rund zehn Minuten verließen sie nämlich aus Protest den Saal. Warum? „Vorschläge, Dringlichkeitsanträge und Fragen werden von der VP niedergestimmt und abgewehrt“, so Sylvia Grünberger von „Pro Prottes“ im NÖN-Gespräch.

NOEN
VP-Ortschef Karl Demmer: „Zusammenarbeit funktioniert mit manchen besser, mit anderen weniger gut.“

Die Bürgerliste vertrete rund 30 Prozent der Bevölkerung und nehme diese Verantwortung sehr ernst. Diese Tatsache sei allerdings bei VP-Ortschef Karl Demmer und der Volkspartei noch immer nicht angekommen.

Um welche von der Bürgerliste eingebrachten Anträge geht es eigentlich? „Wir bemühen uns zum Beispiel seit Beginn unserer Tätigkeit um eine Aufnahme des eines Tagesordnungspunktes ,Allfälliges bzw. Bericht des Bürgermeisters‘ – leider umsonst“, so Grünberger. Was sagt VP-Ortschef Karl Demmer dazu, dass die Bürgerliste kurzerhand die Sitzung verließ?

Versuch der Zusammenarbeit

„Die örtliche Volkspartei versucht, mit den beiden anderen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen zusammenzuarbeiten. Dies funktioniert mit einer Fraktion besser, mit der anderen weniger. Die Dringlichkeitsanträge wurden abgelehnt, weil schlicht keine Dringlichkeit gegeben war.“ Außerdem schließe man sich inhaltlich dem Facebook-Statement des „Team Prottes“ an. Darin heißt es unter anderem: „Hiermit sei gesagt, dass sie (gemeint ist „Pro Prottes“, Anm.) sich mit diesem Auszug selbst für eine konstruktive Zusammenarbeit disqualifiziert haben. Trotz und Argwohn haben in der Gemeindepolitik nichts verloren. Respekt und Miteinander schon.“

Übrigens: Beschlossen wurden bei der jüngsten Sitzung unter anderem der Voranschlag für das Jahr 2018, der Ankauf eines Rasenmähertraktors für den Bauhof bzw. von Werkbänken für die Volksschule sowie Vereinssubventionen für das kommende Jahr.