Parfumdiebe riechen nun Gefängnisluft. Mit präparierter Tasche schmuggelte Langfinger-Duo teure Düfte aus Märkten.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 01. November 2016 (10:07)
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„Warum fahren Sie ins Weinviertel, warum stehlen Sie nicht daheim? Gibt es die Kosmetikartikel oder Parfums in Ihrer Heimat nicht oder sind die Gefängnisse bei uns schöner?“, will Richter Manfred Hohenecker von dem Langfingerpaar wissen.

Der 34-jährige Slowake und die mitangeklagte Gefährtin (33) drucksen sichtlich in Panik herum. Der Richter hilft ihnen auf die Sprünge: „Ist Ihnen das Pflaster wegen der Vorstrafen daheim schon zu heiß?“

Umfassendes Geständnis

Das Paar schweigt, nickt aber bejahend mit dem Kopf und legt dann ein umfassendes Geständnis ab. Es gesteht, in Drogeriemärkten in Gänserndorf in sechs Angriffen teure Düfte gestohlen zu haben.

Ausgerüstet mit einer präparierten Tasche gegen die Alarmsicherung habe man ausgewählte Artikel aus den Geschäften geschmuggelt und dann gewinnbringend in der Heimat verkauft.

Für das vorbestrafte Paar setzt es teilbedingte Freiheitsstrafen: Je neun Monate, davon muss es je drei Monate hinter Gittern absitzen. Rechtskräftig.