Klein-Lkw von Zug erfasst - zwei Tote, ein Verletzter. Zwei Insassen eines Klein-Lkw sind Dienstagabend ums Leben gekommen, ein weiterer schwer verletzt worden, als der Pritschenwagen einer Baufirma auf einem Bahnübergang zwischen Aspern Nord und Raasdorf erfasst worden ist.

Von APA Red. Erstellt am 09. Juli 2019 (19:35)

Laut ÖBB-Sprecher Karl Leitner kamen die Zugpassagiere sowie der Lok-Führer mit dem Schrecken davon. Auf der gesperrten Strecke wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Bei den zwei Toten handelt es sich laut Polizei um einen 26- und einen 37-Jährigen. Der 24-jährige Überlebende, der ins SMZ Ost gebracht wurde, konnte vorerst nicht befragt werden.

Das Baufahrzeug, es dürfte laut Polizei im Auftrag der ÖBB neben der Strecke Arbeiten durchgeführt haben, dürfte um 17.58 Uhr versucht haben, den durch eine Lichtzeichenanlage geregelten Bahnübergang kurz vor dem Zug zu benutzen. Dabei wurde die Pritsche von der in Richtung Marchegg fahrenden Garnitur mit der Zugnummer 2586 erfasst.

Der Unfall löste einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettung und Polizei aus. Für zwei der drei österreichischen Staatsbürger kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Passagiere wurden aus dem Zug evakuiert und nach Raasdorf gebracht, wo sie mit einer anderen Garnitur ihre Reise fortsetzen konnten.

Zwischen Aspern Nord und Raasdorf wurde in Richtung Norden ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. In der Gegenrichtung nach Wien wichen die Züge über Gänserndorf aus.

Die Polizei hat am Mittwoch bestätigt, dass der Lenker des Pritschenwagens trotz Rotlichts die Eisenbahnkreuzung in Raasdorf (Bezirk Gänserndorf) überqueren hatte wollen. Der ÖBB-Personenzug, von dem das Fahrzeug in der Folge erfasst wurde, war diesen Angaben zufolge mit etwa 120 km/h unterwegs.

Der Klein-Lkw war zuvor auf einem Feldweg parallel zur Marchegger Ostbahn gefahren. Zur Karambolage kam es, nachdem der Lenker unmittelbar vor dem Zug nach rechts auf die Kreuzung abgebogen war. Der 24-Jährige, der den Unfall als einziger Autoinsasse überlebte, wurde vom Rettungshubschrauber "Christophorus 9" abtransportiert.

Auch das Bauunternehmen Leyrer+Graf zeigt sich betroffen.