Graue Wölfe: Gänserndorfer FPÖ erstattete Anzeige. Freiheitliche entdeckten im Bezirk Gänserndorf Pkw mit eindeutigem Symbol. Landtagsabgeordneter Dieter Dorner meldete Fall bei Polizei.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 16. Februar 2021 (08:00)
Die FPÖ ortet einen „eindeutigen Verstoß gegen das Symbolegesetz“.
FPÖ

Das entlarvende Foto wurde laut FPÖ-Bezirksparteichef Dieter Dorner am 12. Februar im Bezirk Gänserndorf aufgenommen. Es zeigt einen silbernen Pkw, auf dessen Heckscheibe das Abzeichen der Grauen Wölfe sowie das Parteilogo (drei weiße Halbmonde) der rechtsextremen türkischen „Partei der Nationalistischen Bewegung“ prangen.

Dorner: „Das ist seit 1. März 2019 verboten“

Dorner klärt auf: „Seit 1. März 2019 ist die Verwendung des Symboles der Grauen Wölfe verboten und strafbar. Ich habe deshalb eine Meldung ans Landesamt für Verfassungsschutz in die Wege geleitet und erwarte mir ein hartes Durchgreifen durch die Behörden.“ Nachsatz: „Der radikal-islamistische Sumpf gehört trockengelegt.“

Landtagsabgeordneter Dorner mit der Anzeige.
FPÖ

Zur Erklärung: Das Feindbild der Grauen Wölfe sind in erster Linie die Kurden und deren Partei, die PKK. Nach Meinung der türkischen Rechtsextremisten stellen diese eine Gefahr für die Türkei dar. Aber auch Juden, Christen, Griechen, Kommunisten, Freimaurer, die EU und die Vereinigten Staaten gelten als Feindbilder der Grauen Wölfe, deren Grußform der bekannte Wolfsgruß ist.

„Die ultranationalistischen türkischen Grauen Wölfe zählen zu den größten Feinden unserer Demokratie und unseres Rechtsstaates. Leider ist es immer noch möglich, dass sich diese Radikal-Islamisten in Niederösterreich frei bewegen und organisieren können“, ärgert sich der FPÖ-Politiker.

Manche Parteien, so Dorner, vermitteln immer wieder den Eindruck, als sei Niederösterreich ein Land der Seligen: „Genau das Gegenteil ist der Fall. Vor allem die Grauen Wölfe organisieren sich oftmals über Jugendgruppen und Sportvereine, um unter dem Deckmantel des Vereinswesens eine für unser Land gefährliche Radikalisierung und Ideologisierung voranzutreiben.“ Damit müsse endlich Schluss sein. „Islamistische Vereinskonstruktionen gehören zerschlagen und aufgelöst“, betont der Freiheitliche.