Betrieb im Bad ist „schaumgebremst“. Vereine und Schulen nutzen die neue Einrichtung in Gänserndorf, der Rest „tröpfelt so dahin“.

Von Sandra Frank. Erstellt am 15. Oktober 2020 (04:49)
Das Gänserndorfer Regionalbad wurde neu gebaut und im Jänner noch feierlich eröffnet. Das erste Betriebsjahr laufe nun aber ganz anders als geplant. Stadtchef René Lobner bleibt dennoch zuversichtlich.
Stadtgemeinde

„Für das erste Betriebsjahr läuft es alles andere als erfreulich“, sagt Gänserndorfs Bürgermeister René Lobner über die aktuelle Situation im Regionalbad. Dies sei allerdings der Corona-Situation geschuldet.

Seit Anfang Juni hat das Regionalbad nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet, allerdings „so wie alles andere auch, sehr schaumgebremst“, berichtet der Stadtchef im NÖN-Gespräch. „Es dürfen nach wie vor nur 76 Menschen gleichzeitig ins Wasser, das hemmt den Betrieb natürlich.“ Es gebe Tage, an denen das Regionalbad an diese Corona-Kapazitätsgrenze stoße, an den meisten Tagen jedoch „stehen wir auf der Bremse“.

„Es dürfen nach wie vor nur 76 Menschen gleichzeitig ins Wasser, das hemmt den Betrieb natürlich.“Bürgermeister René Lobner

Wichtig ist dem Bürgermeister, dass die Schulen und Vereine das Regionalbad, das erst in diesem Jahr fertiggestellt und im Jänner eröffnet wurde, gut nutzen können. „Alles andere tröpfelt so dahin“, spricht er über die privaten Besucher, die eher verhalten das Bad aufsuchen. Was gut laufe, sei allerdings das Angebot der Drei-Monats-Karte.

Das erste Betriebsjahr war eigentlich dazu gedacht, zu sehen, wo im Betrieb nachjustiert werden muss, etwa bei den Öffnungszeiten. Da wollte die Gemeinde sehen, wie diese von den Besuchern angenommen werden und sie je nach Bedarf adaptieren. Dieser Plan ging vorerst nicht auf.

„Es läuft alles anders als geplant, aber wir werden’s überstehen. Wir können nur hoffen, dass nächsten Sommer wieder alles halbwegs in normalen Bahnen verläuft“, bleibt Lobner zuversichtlich.

Fad werde der Stadtgemeinde aber ganz sicher nicht, wie er betont. Diese „schaumgebremste“ Zeit werde genutzt, um die Planung für neue Projekte aufzunehmen.