Einbrecher knacken Safe vom Ortschef. Täter ließen 200 Kilogramm schweren Tresor von Ringelsdorfs Bürgermeister Schaludek mitgehen. Auch bei Zistersdorfs Stadtchef Doschek wollten Unbekannte einbrechen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 06. November 2019 (06:10)
Ihm ist das Lachen vergangen:Ringelsdorfs SP-BürgermeisterPeter Schaludek.
NÖN-Archiv

„Wir kamen am Abend von einer Veranstaltung nach Hause“, erinnert sich Ringelsdorfs Bürgermeister Peter Schaludek im NÖN-Gespräch. Da fiel ihm und seiner Familie auf, dass mitten im Garten ihre Sackrodel stand: „Als wir unser Haus betraten, sahen wir die Bescherung. Alles war auf den Kopf gestellt.“

Unbekannte Täter hatten sich im Eigenheim des Ringelsdorfer Ortschefs ausgetobt: „Zum Glück war niemand von uns zu Hause. Wer weiß, was die Einbrecher sonst mit uns gemacht hätten.“ So sei „nur“ ein materieller Schaden zu beklagen.

Die Täter ließen Papiergeld und Gold mitgehen, den Schmuck hingegen rührten sie nicht an. „Erstaunlich ist, dass sie unseren Tresor vom Keller über Stufen ins Erdgeschoß tragen konnten. Der ist 200 Kilogramm schwer.“ Die Einbrecher dürften also bärenstark gewesen sein. Durch den Wohnbereich zogen sie den Safe auf einem Teppich. Mit der besagten Sackrodel wurde er schließlich durch den Garten zum Fluchtauto transportiert.

"Was trotzdem bleibt, ist ein ungutes Gefühl"

Den Tresor fand Schaludek später in einem Windschutzgürtel in Angern – aufgebrochen und leergeräumt. „Immerhin ließen die Täter unsere ganzen Dokumente drinnen, das erspart uns weitere Rennereien.“ Der Schaden selbst dürfte großteils von der Versicherung gedeckt sein. „Was trotzdem bleibt, ist ein ungutes Gefühl, nachdem Fremde deine privaten Räumlichkeiten durchwühlt haben.“ Seit Montag hat der Bürgermeister eine Alarmanlage. Sie soll sein Haus vor weiteren Einbrüchen schützen.

Kurios: Auch in das Haus des Zistersdorfer VP-Stadtchefs Helmut Doschek versuchten unbekannte Täter abends einzudringen. „Meine Frau überraschte einen Einbrecher und schlug ihn in die Flucht.“ Der Bürgermeister selbst – im Brotberuf Polizist – war zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause.