Firmlinge im Bezirk Gänserndorf trotzen Corona-Pandemie. Betreuer greift auf Online-Tools zurück, um den Unterricht abzuhalten. Jugendliche vermissen indes Zusammenkünfte.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:03)
Der Matzener Firmbetreuer Markus Weiss mit seinen Schützlingen. Die Corona-Pandemie macht selbstverständlich auch vor kirchlichen Ritualen nicht halt. 
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In Groß- Schweinbarth gibt es heuer keine Firmbetreuung. Bis auf einen Firmling, der in Bad Pirawarth mitmacht, haben alle abgesagt. In Matzen zeigt sich Betreuer Markus Weiss kämpferisch: „Wir ziehen das durch.“

Amelie Sladky: „Live-Unterricht wäre natürlich besser.“
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Der Firmunterricht findet nur online statt und mangels Software konnte er überhaupt erst im Februar starten. „Das Online-Tool funktioniert gut. Es fehlen allerdings das Persönliche und die gemeinsamen Unternehmungen, was die Gruppe ansonsten zusammenschweißt“, so Weiss. Insgesamt 14 Firmkandidaten gibt es in Matzen, zwei davon stammen von auswärts. Die Firmung findet am 23. Mai in Schönkirchen-Reyersdorf statt.

Weiss richtet seinen Dank an Dechant Kazimierz Wiesyk, der trotz der schwierigen Umstände an der Firmung heuer festhält. Wie geht es eigentlich den Firmlingen selbst in diesen herausfordernden Zeiten? Amelie Sladky, Firmling in Matzen, berichtet im Gespräch mit der NÖN: „Natürlich wäre der Unterricht live besser. Wir könnten uns öfter sehen und gemeinsame Unternehmungen machen. Ich hätte meine Firmung nur verschoben, wenn es keine andere Möglichkeit gegeben hätte.“

Sladky war schon Ministrantin und freut sich auf die Firmung: „Ich fühle mich wohl in der Kirche und als Teil einer größeren Gemeinschaft. Für mich ist es faszinierend, dass so viele an dasselbe glauben.“