Gänserndorfer SPÖ kämpft für Wirtschaft. Genossen wollen mit Antrag im Gänserndorfer Gemeinderat Betrieben finanziell helfen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 27. Mai 2020 (05:30)
Lange hat er nicht durchgehalten: Der Nah&Frisch-Markt in der Lagerhausstraße schloss nach wenigen Monaten wieder seine Pforten. Der Betreiber hatte mit Parkplatz-Problemen und fehlenden Werbemöglichkeiten in der Hausanlage zu kämpfen, wie er selbst sagt. Die Coronakrise gab ihm dann offenbar den Rest.
Mattes

Die Coronakrise und der Shutdown trafen natürlich auch die städtische Wirtschaft hart. Deshalb will die SPÖ, dass die Gemeinde den heimischen Betrieben finanziell unter die Arme greift. Stadtrat Michael Hlavaty: „Viele Unternehmen in Gänserndorf pfeifen bereits aus dem letzten Loch. Deshalb müssen wir als Gemeinde handeln.“

SP-Stadtrat Michael Hlavaty: „Man könnte den Firmen auch ermöglichen, dass sie im Gemeindeblatt gratis inserieren.“
Schindler

Dass sich die verschiedenen Parteien mit dem Kauf von Gutscheinen, Konsumationen in den Betrieben oder süßen Geschenken bei den Firmen bedanken, sei gut und wichtig, aber sichere nicht die Weiterexistenz der Unternehmen, betont der SP-Politiker: „Wir müssen allen Gänserndorfer Betrieben, die wegen der Corona-Pandemie behördlich geschlossen wurden, unterstützen.“ Sei es durch eine Geldspritze oder mittels einer anderen Methode: „Zum Beispiel, indem sie im Gemeindeblatt oder auf der Gemeinde-Homepage gratis Werbung schalten können.“

Die SPÖ bereite auf jeden Fall einen entsprechenden Antrag für die Gemeinderatssitzung im Juni vor. Hlavaty: „Wir hoffen, dass die anderen Fraktionen mitstimmen werden.“ Nachsatz: „Auch wenn wir nicht die klassische Wirtschaftspartei sind, liegt uns die heimische Wirtschaft natürlich am Herzen.“

Umfrage beendet

  • Braucht es wieder einen Supermarkt beim Gänserndorfer Bahnhof?