Idee: Photovoltaik auf Gänserndorfs Deponie. Stadt plant große Anlage am abgesperrten Teil der Mülldeponie. Bürger können sich beteiligen.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 24. Dezember 2019 (04:09)
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Im Bezirk entsteht Österreichs größte Photovoltaikanlage. 60.000 Module sind dafür vonnöten.
Shutterstock/ Diyana Dimitrova

Mit einer neuen Idee lässt VP-Umweltstadtrat Mathias Bratengeyer aufhorchen: Er will auf der städtischen Mülldeponie eine große Photovoltaik-Anlage errichten, an der sich auch Bürger beteiligen können.

Wie die NÖN berichtete, nimmt die Bezirkshauptstadt beim sogenannten e5-Programm teil (siehe hier) . Mit e5 erhalten Gemeinden Hilfsmittel und Unterstützung (professionelle Berater), um ihre Energie- und Klimaschutzziele festzulegen bzw. zu erreichen.

VP-Umweltstadtrat Mathias Bratengeyer plant ein großes Projekt.
Photovoxi

Bratengeyer: „Wir müssen notwendige Schritte setzen, um beim e5-Programm aufgenommen zu werden. Das heißt: Wir müssen den Anteil der erneuerbaren Energie erhöhen und Bürgerbeteiligungen forcieren.“ So entstand der Plan, eine Photovoltaik-Anlage mit Bürgerbeteiligung zu errichten: „Dafür werden wir eine Gesellschaft gründen, die dann ein großes, zentrales Projekt realisiert, an dem sich auch Bürger finanziell beteiligen und natürlich auch am Gewinn mitnaschen können.“ Der erzeugte Strom wird natürlich ins Netz eingespeist.

Die Anlage könnte am abgesperrten Teil der Gänserndorfer Mülldeponie gebaut werden. Das betroffene Grundstück ist 7.000 Quadratmeter groß. „Dort darf auch nichts anderes errichtet werden, weil unter der Erde Bauschutt liegt. Somit bietet sich das Areal an“, erklärt der Stadtrat.

Wie viel das Photovoltaik-Projekt kosten würde, kann Bratengeyer noch nicht sagen. Mit der Anlage könnte man auf jeden Fall mehrere 100 Megawatt Strom pro Jahr erzeugen. Mitte 2020 könnte mit dem Projekt begonnen werden.

„Der Vorteil wäre, dass wir mit e5 eine gute Beratung hätten“, so der Stadtrat. Und abschließend: „Das Ganze ist ein sehr spannendes Vorhaben, bei dem auch Bürger mitmachen können, die selbst kein eigenes Dach für eine Photovoltaik-Anlage haben und trotzdem sauberen Strom produzieren könnten.“