Vandalen sorgen im Marchfeld für Ärger bei Mai-Festen. Täter verursachten Schäden an Auto und Laterne. Löcher wurden verstopft.

Von Markus Szelnekovics und Ernst Spet. Erstellt am 03. Mai 2019 (13:21)

Der lustige Brauch des „Maibaum-Stehlens“ nimmt in den letzten Jahren immer häufiger kriminelle Ausmaße an. Eigentlich sollten die „Diebe“ beim heimlichen Entwenden des Baumes die Sorgfaltspflicht walten lassen, damit der liebevoll dekorierte Stamm von seinen „Besitzern“ anschließend unversehrt ausgelöst und wieder aufgestellt werden kann.

Die Veranstalter der Maibaumfeste in Lassee und Breitensee wurden aber auch heuer wieder am Aufstellen der Maibäume gehindert: In Breitensee schütteten Unbekannte das für den Baum vorgesehene Loch in der Nacht vor der Veranstaltung mit Schotter zu. Vor dem Gelände des SC Breitensee und vor dem Lasseer Lokal „Jetzt oder Nie“ wurden die vorbereiteten Löcher sogar mit Beton versiegelt und damit unbenutzbar gemacht.

In der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) in Obersiebenbrunn wurde der von einem Traktor und einem Bus gesicherte Baum von rücksichtslosen Tätern einfach umgesägt. Er stürzte um, zerstörte eine Laterne und beschädigte ein in der Nähe abgestelltes Fahrzeug. Es entstand hoher Sachschaden.

Schuldirektor Gerhard Breuer erklärt verärgert: „Wenn jemand völlig verantwortungslos und ohne Respekt vor fremdem Eigentum handelt, dann hat das wenig mit Brauchtum zu tun. Ich habe daher Anzeige bei der Polizei erstattet.“

Anstatt der traditionellen Kreidestriche auf den Straßen wurde eine Grundstückseinfahrt in Obersiebenbrunn mit Dispersionsfarbe beschmiert und eine Zufahrtsstraße mit Autolack verunziert.

Einige Täter konnten von der Polizei gefasst werden und mussten ihre „Kunstwerke“ noch am selben Tag in Handarbeit entfernen.

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