Aufregung wegen Brücken-Sperre in Schlosshof. Auch Fußgänger und Radler dürfen von Schloßhof nicht in die Slowakei.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 20. März 2021 (04:28)
Der Schranken soll die Radfahrer und Fußgänger nicht am Befahren bzw. Betreten der Brücke hindern, jedoch Autos und Lastwägen. Allerdings ist wegen Corona ein Passieren der Brücke derzeit nicht erlaubt.
Spet, Spet

ÖVP-Bürgermeister Josef Reiter war nicht sehr erfreut, als er in der jüngsten „Spaziergänger“-Rubrik der NÖN Gänserndorf lesen musste, dass die „Brücke der Freiheit“, die Fußgänger- und Radfahrerbrücke von Schloßhof in die Slowakei, gesperrt sei: „Man könnte glauben, dass die Sperre durch den aufgestellten Schranken ausgedrückt wird, das stimmt aber nicht“, so das Gemeindeoberhaupt.

Er erklärt: „Der Schranken wurde nur aufgestellt, um Autos, Lkw oder andere Unbefugte daran zu hindern, die Brücke zu befahren – wie es im Vorjahr passiert ist.“ Die NÖN berichtete damals über einen Lkw, der sich auf die Fahrradbrücke verirrt hatte, woraufhin deren Statik neu überprüft werden musste. Radfahrer und Fußgänger dürften weiterhin über die Brücke fahren bzw. gehen – aktuell ist das allerdings aufgrund der Corona-Pandemie auch nicht erlaubt: Es gibt zumindest auf österreichischer Seite Grenzkontrollen. Wer sich dennoch über die Brücke wagt, die übrigens kein „hochoffizieller Grenzübergang“ ist, widersetzt sich dem Grenzübergangsgesetz.

Schon öfter war versucht worden, das Betreten der Brücke mit verschiedensten Maßnahmen zu verhindern, es kam aber immer wieder zu Beschädigungen der Einrichtungen. Einige „Grenzgänger“ hielten sich nicht an die Auflagen. Jetzt soll eine neue Maßnahme getroffen werden, um zu verhindern, dass während der Pandemie unkontrollierte Grenzübertritte passieren.