Alt-Vize lässt keinen kalt. Der ehemalige Vizebürgermeister Franz Zillinger stellt als einfaches VP-Mitglied die Gemeinderatsbeschlüsse in Frage und verärgert damit das Team um Bürgermeister Hofinger.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 07. September 2018 (05:32)
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Franz Zillinger und Peter Hofinger
Franz Zillinger und Peter Hofinger
NÖN

Die Meinungsdifferenzen zwischen Bürgerlisten-Ortschef Peter Hofinger und seinem Alt-VP-Vize Franz Zillinger nehmen kein Ende. Letzterer fordert eine Klarstellung zum NÖN-Bericht in der Vorwoche: „Ich habe mein Grundstück neben dem Feuerwehrhaus dem Gemeinderat drei Wochen vor der Sitzung um 10,93 Euro/m und nicht um 15 bis 18 Euro/m angeboten. Getauscht hätte ich den Grund in einem Verhältnis 1:2,66 und nicht 1:3,3 – wie Hofinger behauptet.“

Dieser zeigt sich verärgert: „Zillinger ist seit seiner Wahlniederlage sehr negativ eingestellt. Sein Verhalten ist kindisch. Es gibt in dieser Angelegenheit einstimmige Vorstandsbeschlüsse, mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen.“

Dem politischen Hick-Hack wollen nun weitere Gemeindevertreter ein Ende bereiten: SP-Vize Werner Kurz gibt Auskunft über die auch in den Gemeindeakten festgehaltenen Fakten: „Das neue Angebot von Zillinger kam zu spät. Die ursprünglichen Forderungen waren zu hoch, daher wurden andere Grundstücke angekauft.“ Die Gemeinde würde Zillingers – ebenso wie eine von einer VP-Gemeinderätin – zu teuer angebotene Liegenschaft nicht mehr benötigen.

Auch die Aussage des Alt-Vize, dass die Gemeinde ihre Rücklagen bei einem finanziell angeschlagenen Unternehmen veranlage (die NÖN berichtete), sei unrichtig. Kurz erläutert: „Wir haben bei mindestens acht Banken angefragt. Das Kreditinstitut Kommunalkredit hat uns mit 0,5 % den höchsten Zinssatz angeboten, die Bonität stimmt.“

Bürgerlisten-Gemeinderat Robert Cvrkal bezog in einem Schreiben an die NÖN ebenfalls Stellung gegen diese Anschuldigungen: „Für die Veranlagung von Gemeindemitteln hat der Bürgermeister die möglichen Alternativen präferenzfrei aufgezeigt. Bei der Abstimmung gab es 18 Ja- und nur eine Nein-Stimme.“ Durch diese Causa werde die Gemeinde, aber auch der Gemeinderat in Misskredit gebracht sowie der soziale Frieden massiv belastet.