Angriff auf Ortschef: Cvrkal schießt scharf. Neuer Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit der „Liste Peter“ kritisiert Personalsituation in der Gemeinde. VP-Bürgermeister: „Problem bereits gelöst.“

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 01. August 2020 (05:42)
Robert Cvrkal greift VP-Ortschef Alexander Gary an.
NOEN

Robert Cvrkal ist ab sofort Manager für Öffentlichkeitsarbeit der „Liste Peter“. Damit soll eine effiziente Präsentation der Arbeit der Bürgerliste ermöglicht werden. Cvrkal wurde in seiner neuen Funktion gleich aktiv. Er prangert in seiner Aussendung die personelle Unterbesetzung im Gemeindeamt und eine angeblich unterlassene Kassenprüfung durch das Land beim Bürgermeisterwechsel an.

Für Cvrkal ist die Personalsituation eine brennende Baustelle: „Es ist uns unverständlich, dass der Personalbereich nach wie vor unzureichend behandelt wird. Durch hohe Überstunden der Mitarbeiter ist nicht nur deren Gesundheit, sondern auch das Budget vermeidbaren Belastungen ausgesetzt.“

Er sieht durch ein Nichthandeln hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen – um dazu noch zu bemerken: „Der finanzielle Polster der Gemeinde als auch die jetzt abgearbeiteten Projekte sind in Wahrheit das Ergebnis des unermüdlichen und uneigennützigen Einsatzes unseres Ex-Bürgermeisters Peter Hofinger.“

VP-Bürgermeister Alexander Gary gratuliert Cvrkal zur Position, um dann klarzustellen: „Die seit Jahren bestehende personelle Problematik konnte von uns bereits gelöst werden. Mit 1. August wird ein neuer Mitarbeiter seine Tätigkeit beginnen.“ Allerdings seien alle Vorstandsmitglieder der „Liste Peter“ bei den Entscheidungen eingebunden gewesen.

Einen Seitenhieb kann sich Gary nicht verkneifen: „Mir ist unklar, warum Robert Cvrkal davon nichts weiß. Offensichtlich wurde der Manager für Öffentlichkeitsarbeit in der Bürgerliste von seinen Parteikollegen nicht informiert.“

Auch zum Thema Kassaprüfung ortet Gary mangelnden Informationsfluss in der Bürgerliste: „Wir haben diese bereits beantragt und warten auf einen Termin. Ich gehe davon aus, dass eine Prüfung stattfinden wird, sobald es freie Termine beim Land gibt. Eine derartige Prüfung wird zwar bei einem Bürgermeisterwechsel empfohlen und soll dazu dienen, Missstände der Vorgänger nicht zu übernehmen, ist aber nicht verpflichtend. Scheinbar hat Cvrkal größere Bedenken bezüglich Missstände meines Vorgängers als ich selbst.“

Gary findet es eher problematisch, dass die Ausschussmitglieder der „Liste Peter“ an der letzten Prüfungsausschusssitzung gar nicht teilgenommen haben.