Grüne: Sorge um Wasser & Pelztiere. Öko-Partei moniert außerdem ein fehlendes Verkehrskonzept.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 20. Mai 2018 (04:27)
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Beate Kainz
Mattes

Zum Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren für die Erweiterung der Kiesgrube des Unternehmens Schönkirchner Kies brachten die Grünen dieser Tage innerhalb der offenen Frist eine Stellungnahme ein. Bemängelt werden ein fehlendes Verkehrskonzept, der Wasserverbrauch und Maßnahmen zum Schutz der Ziesel.

Beate Kainz, Bezirkssprecherin der Grünen, macht sich Sorgen um das Grundwasser: „Für die Staubfreihaltung der Fahrwege müssen diese besprüht werden, das ist natürlich wichtig. Dafür wird allerdings sehr viel Grundwasser benötigt. Dazu kommt die Verdunstung durch die offene Wasserfläche (bis zu 3 Hektar offene Wasserfläche in der Grube, Anm. der Redaktion) in den heißen Sommern. Die Frage ist, wann Ende ist. Das ist Trinkwasser für uns alle.“ Ebenso wichtig sei, dass keine Verschmutzungen ins Grundwasser gelangen.

„Wie ist es um Schutz der Ziesel bestellt?“

Ein weiterer Punkt ist der Schutz kleiner Pelztiere: „Es müssen aus dem Abbaugebiet Leitungen umverlegt werden. Unklar ist, wie das ohne Beeinträchtigung der Ziesel geschehen soll. Auch wissen wir nichts über die geplanten neuen Leitungsverläufe sowie zu erstellende Auflagen und Vorschriften für den Zieselschutz.“

Die weitere Vorgangsweise im Verfahren erklärt Juristin Gertrud Breyer vom Land NÖ: „Mit Edikt vom 19. April 2018 hat der zuständige Verfahrensleiter Johann Lang die Entscheidungsreife angezeigt, d. h. dass jetzt keine neuen Tatsachen und Beweismittel mehr vorgebracht werden können, Stellungnahmen zu bereits vorliegenden Gutachten sind jedoch möglich.“

Die Einwände werden geprüft und es wird entschieden, ob eine nochmalige Rückfrage beim Sachverständigen von Nöten ist. Ein Zeitrahmen für einen abschließenden Bescheid ist allerdings noch nicht absehbar.