Liste Peter: „Bauplatzpreis ist viel zu hoch“. Schönkirchen-Reyersdorf: „Liste Peter“ bemängelt schlechte Bodenqualität in der Siedlung Wunderberg. Auch die Massentestung im FF-Haus wird kritisiert.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 23. Januar 2021 (03:43)
Die Gemeinderäte Robert Cvrkal und Walter Münzker von der „Liste Peter“ am Wunderberg, wo neues Bauland entstehen wird.
privat

Die „Liste Peter“ bemängelt die schlechte Bodenqualität in der neuen Siedlung Wunderberg. Der festgesetzte Bauplatzpreis von 87 Euro sei deswegen viel zu hoch. Ein Dorn im Auge der Oppositionspartei sind auch die Covid-19-Tests im Feuerwehrhaus. Damit würde das Virus in die Wehr eingeschleppt und deren Einsatzbereitschaft gefährdet werden.

In einer Aussendung moniert die „Liste Peter“ den ihrer Ansicht nach zu hohen Kaufpreis für das neue Bauland in der Siedlung Wunderberg. „Sogar Bürgermeister Alexander Gary umschrieb die Bodenqualität als äußerst miserabel. Das bedeutet, dass Bauwerber mit zusätzlichen hohen Baukosten zu rechnen haben, die zu tausenden Euro an Mehrausgaben führen können“, so der Sprecher der Liste, geschäftsführender Gemeinderat Robert Cvrkal.

Ortschef ist verwundert über Stimmverhalten

„Deswegen haben wir auch gegen den von der VP/SP-Koalition festgesetzten Preis gestimmt“, begründet Cvrkal das Stimmverhalten in der Dezember-Gemeinderatssitzung, um mit einem plakativen Vergleich fortzufahren: „Kein Bürger mit Sachverstand käme auf die Idee, für ein Fahrzeug mit Rostbeulen und ohne Pickerl einen gleich hohen Preis zu bezahlen wie für ein Fahrzeug in 1A-Zustand.“

Eine Argumentation, die Gary so nicht stehen lassen will: „Es verwundert mich, dass die Liste Peter in ihren nunmehrigen Oppositionsrolle nicht mehr von ihrem früheren Bauplatzprojekt überzeugt ist. Das Stimmverhalten im Gemeinderat hat mich irritiert, der Preis im Vorstand war weder Thema, noch wurden andere Vorschläge eingebracht.“ Es handle sich um ein wichtiges Projekt für die Gemeinde und die Quadratmeterpreise lägen deutlich unter dem marktüblichen Niveau. „Wir bieten damit den Jungfamilien eine attraktive Möglichkeit für Wohnraum in ihrer Heimatgemeinde.“

Die nicht optimale Tragfähigkeit des Bodens sei nach Gary schon lange vor seiner Zeit als Bürgermeister bekannt gewesen. „Man sollte die Bauwerber bitte nicht verschrecken. Die erforderlichen Fundamentmaßnahmen werden klar kommuniziert und sind für jede Baufirma tägliches Brot. Das wurde bei der Festsetzung des Baulandpreises auch berücksichtigt.“

Wie schon beim letzten Massentest im Dezember wettert die „Liste Peter“ ebenso gegen die Abhaltung im Feuerwehrhaus. „Damit besteht die Gefahr, dass das Virus eingeschleppt und es zu einer Clusterbildung kommt, womit die Eingreiftruppe der Wehr für längere Zeit ausfällt“, bemängelt Cvrkal. Dem entgegnet Gary: „Hätte sich die Liste Peter in die Vorbereitungsarbeiten zu den Tests eingebracht, wüsste sie, dass die Kritik ins Leere geht. Der Standort wurde gemeinsam mit der Feuerwehr als der am geeignetste und sicherste in unserer Gemeinde ausgewählt. Diese Herangehensweise wurde vermutlich in jeder Gemeinde gewählt und so haben sich auch viele für das Feuerwehrhaus entschieden.“

Das Ergebnis sei ein perfekt organisierter Ablauf ohne Wartezeiten oder sonstige Probleme. Sein großer Dank gilt der Feuerwehr, dem Ärzte-Team und den vielen freiwilligen Helfern.

Pressesprecher Franz Resperger vom Landesfeuerwehrverband auf Nachfrage der NÖN: „Wir haben eine Empfehlung abgegeben, schlussendlich hat aber jeder Bürgermeister mit dem Kommandanten die Entscheidungsgewalt.“