Neuer Bauhof wird Megaprojekt. Neo-Ortschef plant Bau auf riesigem Areal hinter der FF. Schaffung von neuen Bauplätzen steht ebenfalls an.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 03. Juli 2020 (04:20)
Neo-VP-Bürgermeister Alexander Gary an seinem sehr aufgeräumten Schreibtisch, dem die viele Arbeit zu den beiden Megaprojekten der Gemeinde nicht anzusehen ist.
Mauritsch

Nach dem völligen Lockdown aufgrund des weltweit grassierenden Coronavirus kommt schön langsam wieder Leben in die Gemeinden. Auch VP-Bürgermeister Alexander Gary, der erst seit März im Amt ist, wälzt große Pläne. Die NÖN sprach mit dem Neo-Ortschef über seine zahlreichen Projekte und Vorhaben.

Ein Megaprojekt geht in die Umsetzung – der Bau des neuen Gemeindebauhofes samt Vereinslagerhalle. Auf dem mehr als 10.000 Quadratmeter großen Areal hinter dem Feuerwehrgebäude wird ab Frühjahr 2021 ein modernes Gebäude entstehen, das den alten Bauhof im Ortszentrum ablösen wird. Der Komplex ist zukunftsorientiert konzipiert. „Diese Investition ist auf die nächsten 50 Jahre ausgelegt“, bestätigen Gary und Amtsleiter Karl Stradner unisono. In der Halle finden auf 1.500 Quadratmetern Maschinen und Hilfsmittel Platz, die im Innenraum gelagert werden müssen. Dazu kommen eine Werkstatt und eine Waschbox. Im Außenbereich gibt es ebenfalls Lagerfläche, teilweise überdacht.

Für die Bauhofmitarbeiter wird im Anbau Raum für Büro, Pausenbereich und Sanitäranlagen geschaffen. Die innovative Planung sieht Stahlbetonwänden mit einer Dachkonstruktion aus Holzleimbinder vor. Der Vorteil: eine hohe lichte Raumhöhe. Ein weiteres Gebäude mit einer Grundfläche von rund 300 Quadratmetern wird den Vereinen als Lagerräume zur Verfügung stehen. Die Kosten in der Höhe von immerhin 2,3 Millionen Euro stemmt die Gemeinde aus Rücklagen.

Trotz Investitionen immer noch Rücklagen

Schönkirchen-Reyersdorf befindet sich allerdings in der glücklichen Lage, dass danach noch immer ein sehr respektabler Betrag an Rücklagen übrig bleibt – ein gutes Polster in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, der aus jahrelanger konsequenter Finanzpolitik resultiert.

Das zweite Großprojekt ist die Schaffung von Bauplätzen beim Wunderberg. „Die Erschließung erfolgt in zwei Etappen, insgesamt werden rund 50 Bauplätze entstehen“, erklärt Gary. Nach Abschluss des strategischen Umweltprüfverfahrens wird der Flächenwidmungsplan eingereicht. Gary skizziert den Zeitplan: „Wenn alles passt, erfolgt im Herbst die Parzellierung. Anschließend können wir mit dem Verkauf starten. Ich freue mich, dass damit wieder Bauland zur Verfügung steht.“

Die Infrastruktureinbauten werden für beide Abschnitte gesamt hergestellt. Verkaufspreise stehen derzeit noch nicht fest, hier müssen noch Angebote für die Arbeiten abgewartet werden. Neues gibt es auch aus dem Gemeinderat zu vermelden:

Ein eigener Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit, Transparenz und Kultur mit Obfrau Susanne Hillerbrand von der örtlichen Volkspartei wurde eingerichtet. Gary folgt damit seinem Wahlversprechen. Eine der ersten Tätigkeiten war die Umgestaltung der Gemeindezeitung, die im Juni zum ersten Mal in völlig neuer, optisch ansprechender Form erschien.