Parkbad: 26.000 Besucher kamen. Obwohl der Sommer extrem heiß war, besuchten lediglich 900 Gäste mehr als im Vorjahr das größte Freibad des Bezirks.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 27. September 2018 (05:28)
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Beliebt bei Jung und Alt: Das mittlerweile 50 Jahre alte Parkbad in Schönkirchen-Reyersdorf. Etwa 800 der Gäste haben eine Saisonkarte.
NÖN

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge analysiert Bürgerlisten-Bürgermeister Peter Hofinger die aktuellen Besucherzahlen seines Parkbades: 26.000 Gäste, um 900 mehr als in der Saison des Vorjahres, tummelten sich heuer in den Schwimmbecken des größten Freibades im Bezirk: „Eigentlich hätten es mehr sein müssen, wenn man bedenkt, dass es in diesem Sommer extrem viele Badetage gab.“

Sieht die abgelaufene Badesaison mit einem lachenden und einem weinenden Auge: BürgermeisterHofinger.
Mauritsch

Somit wird die Gemeinde auch 2018 einen finanziellen Verlust beim Bad in der Höhe von etwa 50.000 Euro verzeichnen. Hofinger: „Der Verlust ist jedes Jahr ziemlich gleich hoch – leider.“ Auch deshalb, weil die 2.000-Seelen-Kommune ständig in den Erhalt der Anlage investieren muss: „Allein das große Becken streichen kostet 180.000 Euro. Das sind schon gewaltige Summen.“

Wollte man das Parkbad auf einen technisch neuen Stand bringen, müsste man 2,5 Millionen Euro in die Hand nehmen: „Das Herzstück ist die Filteranlage.“

„Wir haben das Pech, dass wir keine Tourismusgemeinde sind. Ski-Lifte zum Beispiel werden vom Land unterstützt.“ Bürgermeister Peter Hofinger 

Die ist alt und sollte sie einmal ihren Geist aufgeben, wäre dies der Todesstoß für die Einrichtung. Hofinger: „Wir haben das Pech, dass wir keine Tourismusgemeinde sind. Defizitäre Ski-Lifte zum Beispiel werden vom Land unterstützt. Wir bekommen für das Bad keinen Cent.“

Interessant ist die Besucherstatistik: Die meisten Gäste des Parkbades kommen aus der Stadt Gänserndorf (26 Prozent), gefolgt von Schönkirchen-Reyersdorf (16 Prozent), Strasshof (12 Prozent) und Wien (11 Prozent). 10 Prozent der Besucher wohnen in einem der umliegenden NÖ-Bezirke, 5 Prozent sind Deutsch-Wagramer und 3 Prozent Auersthaler.