6,5 Millionen für Mega-Projekt in Auersthal. Beschluss zu Schulumbau im Gemeinderat fiel einstimmig. Die Bagger sollen im Jahr 2022 anrollen. Atrium wird neuer Blickfang.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 06. Februar 2021 (04:11)
ÖVP-Bürgermeister Erich Hofer mit dem Siegerprojekt der Ausschreibung. Der Zu- und Umbau der Volksschule und neuen Mittelschule ist eines der größten Projekte, die die Gemeinde je umsetzte.
Mauritsch

Ein Mega-Projekt ist auf Schiene. Mit dem Zu- und Umbau der Volksschule sowie der Neuen Mittelschule startete die Gemeinde wohl eines der größten Vorhaben, das je im Ort umgesetzt wurde – vor allem im puncto Aufwand und Kosten. Die Pläne wurden dieser Tage im Gemeinderat präsentiert, der Beschluss fiel einstimmig. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 6,5 Millionen Euro.

Schüler aus 16 Gemeinden bevölkern im Normalbetrieb das alte Gebäude, das in seinen Grundzügen aus 1893 datiert. Obwohl mehr als ein Dutzend Mal umgebaut, herrscht Platzmangel an allen Ecken und Enden. Nach reiflicher Überlegung fiel die Entscheidung für einen Zubau und damit einhergehend der Umbau des Altgebäudes. Ebenso kommt ein neuer Turnsaal dazu.

Das Siegerprojekt der europaweiten Ausschreibung sieht einen großzügigen, zweigeschoßigen Anbau rechts neben dem derzeitigen Schulgebäude vor. Dort wird auch der neue Haupteingang sein. Der Neubau im Erdgeschoß wird Speisesaal, Aula und die Bibliothek beherbergen. Blickfang wird wohl das lichtdurchflutete Atrium sein. Alle Neubauten werden in Holz-Beton Konstruktionen errichetet. Vier neue Klassenräume, Lehrmittelräume, Werkraum und ein vergrößertes Lehrerzimmer sind weitere Fixpunkte. Das begehbare Flachdach wird für Pausen nutzbar gemacht.

„Der Neubau

ist barrierefrei“

ÖVP-Bürgermeister Erich Hofer zu den Überlegungen: „Im Neubau ist durchgehend Barrierefreiheit gegeben, im Altbau werden wir das so weit wie möglich umsetzen.“ Eine wesentliche Vorgabe in der Ausschreibung war Nachhaltigkeit, schließlich ist das Projekt auf viele Jahrzehnte ausgelegt. Das betrifft sowohl das Heizsystem, das einen Umstieg auf nicht fossile Brennstoffe ermöglichen soll, als auch Dämmmaßnahmen im Altgebäude und hier speziell im Bereich des Dachgeschoßes, um große Sommerhitze abzuhalten. Das Entscheidungsgremium war mit fünf Personen besetzt, darunter ein Architekt und ein Baumeister sowie neben Hofer Vizebürgermeisterin Petra Hösch und ÖVP-Bürgermeister Alexander Gary aus Schönkirchen-Reyersdorf als Vertreter der anteilsmäßig größten Schülergruppe. Hinzu kamen die Direktorin Andrea Schlederer und für die SPÖ Markus Scheidl. Gewonnen hat die Ausschreibung das Architekturbüro MAGK illiz.

Die Gemeinde geht nun in die Detailplanung. „Ein sicherlich intensiver Prozess“, so Hofer. Einige Vorarbeiten werden voraussichtlich noch heuer gemacht, der Baustart soll dann 2022 erfolgen. Die Fertigstellung ist für September 2023 geplant – wobei die Herausforderung zu bewältigen ist, alle Arbeiten während des laufenden Schulbetriebes durchzuführen.