Intrige und Tumult im „Hotel Mimosa“. Weikendorfer Schauspieler zeigen sich von ihrer besten Seite und begeistern Gäste.

Von Ernst Spet. Erstellt am 16. Juli 2018 (16:57)
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Ausverkaufte, bestens gelaunte Ränge, eine malerische Kulisse vor der barocken Prandtauer-Kirche, eingetaucht in eine stimmig-laue Sommernacht, und vor allem ein groß aufspielendes Ensemble der Weikendorfer Sommerspiele.

Diesem gelang es mit viel schauspielerischer Bravour und Könnerschaft, ein komödiantisches Feuerwerk voller Esprit und Leichtigkeit zu zünden, ohne dabei die künstlerische Subtilität zu vernachlässigen.

Komödie im Liebesnest an der Côte d’Azur

„Hotel Mimosa“, das diesjährige Stück aus der Feder des französischen Meisterkomödianten Pierre Chesnot, scheint den Sommerspielen wie auf den Leib geschneidert zu sein. Es ist eine Komödie voller Wirren und Verwechslungen, Intrigen und Tumulte, losgelöst in einem Liebesnest an der Côte d’Azur, wo sich Filmregisseur Francoise und seine Geliebte in trauter Zweisamkeit einnisten. Doch als die Frau des Künstlers in dem vermeintlichen „Hotel“ zu logieren gedenkt, ist es zwar mit der Zweisamkeit, aber nicht zwingend mit dem Liebesnest vorbei. Allerlei „Gäste“ sollen den Schein einer „Hotelkulisse“ inszenieren, doch spätestens mit der Ankunft des U-Boot-kommandierenden Gatten der Geliebten gleiten dem Regisseur alle Fäden aus den Händen und eine Lawine des Humors donnert nur so durch den Theatersommer.

Herbert Pfeiffer, der Regie-Doyen der Sommerspiele, hat freilich die Fäden einer klugen, die Stärken der Akteure noch verstärkenden Inszenierung fest im Griff. Völlig zu Recht stehende Ovationen des Publikums, das sich gemeinsam mit dem Ensemble auch bei der Premierenfeier bestens amüsierte. Gespielt wird noch am 20., 21., 27. und 28. Juli (jeweils Freitag und Samstag; immer um 20 Uhr).