Maria Brenner verewigte Marterl in Abschlussarbeit. In einer 170 Seiten starken Broschüre schrieb Maria Brenner für einen Kurs über die Gedächtnisstätten in ihrer Gemeinde.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 01. März 2020 (06:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Die Stroblkapelle am Kirchlussfeld eines von vielen Marterln.
privat

Maria Brenner von der Geschichtsgruppe „Wichtig Was“ absolvierte einen Kurs für Heimatforscher und brauchte eine Abschlussarbeit. Herausgekommen ist eine 170 Seiten starke Broschüre über die Marterl in der Gemeinde.

„Eine erste Inventarisierung der Marterl gab es 1975 durch Pater Eberhard Gerlich und Hannes Müllner“, erklärt Brenner, warum sie sich gerade dieses Themas annahm. Ausgestattet mit vielen Bildern und Informationen von den Vereinen und der Bevölkerung, machte sich Brenner ans Werk, die Gedächtnisstätten der Gemeinde aufzuarbeiten.

Ein Beispiel ist die Stroblkapelle. Sie wurde von den Kleinhäuslern Mathias und Elisabeth Strobl aus Dankbarkeit für die Genesung ihres Sohnes Rupert erbaut und am 11. Juni 1911 eingeweiht. Rupert Strobl hatte Knochentuberkulose und musste eine Schiene aus Metall tragen.

Dieses Gestell, das mit heutigen Prothesen nichts gemein hat, befindet sich noch heute in der Kapelle. Er wirkte später als Tierarzt in Spannberg. Jedes Jahr im Mai führt der dritte Bittgang zu der Kapelle.

Die sehr informative Schrift wird am 29. März bei einer Veranstaltung im Pfarrstadl präsentiert und kann ab diesem Zeitpunkt direkt vor Ort oder später bei der Geschichtsgruppe und im Gemeindeamt erworbenen werden.

Der Preis beträgt 19 Euro.