STS-Vorwürfe: Nun spricht der Ortschef. Opposition klagte über verweigerte Unterlagen. VP-Stipanitz: „Es gibt noch keine.“

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 01. Dezember 2018 (04:11)
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VP-Bürgermeister Herbert Stipanitz erörtert im NÖN-Interview seine Pläne für 2017 – einige große Bauvorhaben sollen heuer realisiert bzw. begonnen werden.
Mauritsch

Angeblich verweigerte Unterlagen und mangelnde Information zum Thema Windpark beklagte geschäftsführende Gemeinderätin Martina Scharmitzer von der Liste STS in der Vorwoche. VP-Ortschef Herbert Stipanitz, eben erst aus dem Urlaub zurückgekehrt, nimmt nun Stellung.

Aufgebracht legt er im NÖN-Gespräch dar: „Es gibt noch keine Verträge mit dem Windparkbetreiber, daher gibt es auch keine einzusehen. Es wurde im Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss gefasst, mehr noch nicht.“ Aufgrund des Initiativantrages der Bürgerinitiative sei das Verfahren derzeit gestoppt, die entsprechenden Schritte würden den Gesetzesvorgaben entsprechend abgearbeitet. All dies sei Scharmitzer bereits mitgeteilt worden.

"Dazu gab es laufent Informationen im Vorstand"

Beim Thema Kindergarten wird Stipanitz sehr emotional: „Als vor rund einem Jahr die Erweiterung des Kindergartens auf der Agenda stand, stimmte die Opposition dagegen. Hätten wir nicht eine Interimslösung gefunden, wären schon sieben Kinder abgewiesen worden. Ich werde sicher nicht zulassen, dass auch nur ein Kind keinen Platz bekommt.“ Bereits damals seien die Pläne sowohl im Gemeinderat als auch im Vorstand aufgelegen.

„Der Baubeginn wurde nur deshalb verschoben, um die ELER-Förderung zu bekommen, diese wurde zwischenzeitlich auch bewilligt. Dazu gab es laufend Informationen im Vorstand“, empört sich Stipanitz, um noch darauf hinzuweisen, dass Ausschreibungsunterlagen erst vor Kurzem eingelangt seien und diese in der kommenden Vorstandssitzung eingehend besprochen werden.

„Durch scheinbar mangelnde Sach- und Fachkenntnis der Opposition wird immer wieder Unsinn in die Bevölkerung getragen und diese dadurch beunruhigt“, sieht Stipanitz den Frieden in der Gemeinde in Gefahr. „Ich bin Demokrat aus Überzeugung und für jeden zu sprechen, wenn es Fragen oder Unklarheiten gibt“, schließt er.