Stadt hat jetzt neue Akademie. GÄNSERNDORF / In Gänserndorf wurde mit viel Pomp und Prominenz die „TÜV Austria – OMV Akademie Weinviertel“ offiziell eröffnet.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 11. Juni 2014 (09:16)
NOEN, Schindler
Direkt neben der OMV an der Protteser Straße befindet sich die neue „TÜV Austria – OMV Akademie Weinviertel“.
Die neue Ausbildungsstätte direkt neben dem OMV-Gebäude an der Protteser Straße bietet Platz für etwa 135 Lehrlinge. Das Besondere an der Einrichtung: Die jungen Männer und Frauen erhalten eine sogenannte triale Ausbildung – dazu gehören unter anderem auch Projekt- und Konfliktmanagement.

Vergangenen Mittwoch fand bereits zum 6. Mal der „Tag der Weiterbildung“ statt. Im Rahmen des Aktionstags gab es zahlreiche Veranstaltungen in ganz Österreich. Eine davon ging in Gänserndorf über die Bühne, wo die „TÜV Austria – OMV Akademie Weinviertel“ feierlich eröffnet wurde.

Zur Erklärung: Das Gebäude an der Protteser Straße, das an das OMV-Gelände grenzt, ist abgesehen von einem Zubau nicht neu. Hier bildete die OMV schon in den vergangenen Jahren Lehrlinge aus. Der Unterschied zu früher: Die Arbeit hat nun federführend die „TÜV Austria“ übernommen, die eine sogenannte „triale Lehrlingsausbildung“ für rund 135 Lehrlinge anbietet.

Hohe Politik war bei der Eröffnung dabei

Die offizielle Eröffnung am Mittwoch fand im Beisein von VP-Landesrat Karl Wilfing und SP-Nationalrat Rudi Plessl statt. Vorgestellt wurde die Anlage von Christian Bayer (Geschäftsführer der „TÜV Austria Akademie GmbH“) und Silvana Rameder (Leiterin der „TÜV Austria – OMV Akademie Weinviertel“).

Was ist nun diese triale Lehrlingsausbildung im Gegensatz zur herkömmlichen dualen Ausbildung (Berufsschule und Betrieb)? In der Gänserndorfer Akademie werden den Lehrlingen nicht nur technisch-fachspezifische Kenntnisse beigebracht, sondern sie werden auch in Disziplinen wie Projektmanagement, Kommunikation, Konfliktmanagement und Präsentationstechnik geschult.

Leiterin Silvana Rameder erklärt: „Im Rahmen der trialen Berufsausbildung können sich die Lehrlinge ein breiteres Qualifikationsprofil aneignen und vertiefende, für die Praxis relevante Fachkenntnisse erwerben.“

Akademie setzt auf offenes Lernen

Technisch und didaktisch ist dieses neue Angebot in der Berufsausbildung auf dem aktuellsten Stand: In den Werkstätten, Laboren und der neuen Schweißakademie wird auf kooperatives, offenes Lernen gesetzt – eine neue didaktische Methode, die auch unter dem Kürzel „COOL“ bekannt ist.

„Projektorientierung und Unterricht mit viel praktischem Arbeiten mit den technisch hochwertigen Anlagen und Geräten in den Werkstätten und Laboren sind dabei besonders wichtig. Und die Lehrlinge arbeiten nicht nur im direkten Kontakt, sondern auch über eine Online-Plattform zusammen“, betont Rameder.