Gänserndorf bekommt eine permanente Teststraße. Weil es laufend Nachfragen gab, wird es in der Stadthalle dauerhaft Möglichkeit für Corona-Schnelltests geben.

Von Sandra Frank. Erstellt am 20. Januar 2021 (05:12)
Symbolbild
APA (STADT WIEN)

In der Bezirkshauptstadt wird in der Stadthalle eine permanente Teststraße für Corona-Schnelltests eingerichtet. Gestartet wird damit bereits Ende Jänner.

Dieser Service werde für jene eingerichtet, die sich laufend auf Covid-19 testen lassen möchten, weil sie etwa ältere Angehörige besuchen oder einfach nur auf Nummer sicher gehen wollen. „Wir hatten in letzter Zeit deswegen laufend Anfragen“ begründet Bürgermeister René Lobner, warum es ihm wichtig war, den Gänserndorfern diese Möglichkeit dauerhaft zu bieten. Außerdem ist er überzeugt, dass diese Schnelltests „sinnvoll und zielführend“ sind. „Derzeit sind wir dabei, Freiwillige zu akquirieren, die sich um Anmeldung, Auswertung und Abstrich kümmern“, sagt der Stadtchef im NÖN-Gespräch.

„Ich fürchte, wir haben noch einige schwere Wochen vor uns.“ Gänserndorfs Bürgermeister René Lobner

Von 28. bis 30. Jänner wird die Teststraße in der Stadthalle eingerichtet. Wer sich testen lassen möchte, kann dies Donnerstag- und Freitagnachmittag oder Samstagvormittag tun. „Wir werden natürlich eine vernünftige Logistik aufstellen“, versichert Lobner, dass die Termine je nach Andrang und Bedarf noch adaptiert werden können. Und: „Die Tests bleiben weiterhin gratis“, betont er.

Interessierte können sich wie gehabt über das Online-Tool auf testung.at für die Termine anmelden, einziger Unterschied: Zeitfenster für die Abstriche werden für die permanenten Teststraßen nicht vergeben.

Dass am Wochenende bekannt gegeben wurde, dass der Lockdown bis 8. Februar verlängert wird, überraschte Lobner nicht. Beim Blick auf die Corona-Zahlen habe er damit gerechnet. „Die Stimmung ist gedrückt und bescheiden“, meint der Landtagsabgeordnete. Das liege zum einen an der Verlängerung des Lockdowns, zum anderen daran, dass es draußen eben gerade auch kalt sei und die Sonne nicht scheine. „Da blickt man schon neidisch auf die Bilder, die von den verschneiten Bergen mit strahlend blauem Himmel gepostet werden.“ Er selbst habe mit Tagesausflügen zum Skifahren geliebäugelt. „Aber es ist die Frage, ob das im Lockdown wirklich notwendig ist“, entschied sich Lobner bisher dagegen. „Ich fürchte, wir haben noch einige schwere Wochen vor uns.“ Immerhin sei der Mensch ein soziales Wesen, das Kontakte braucht.

In der Stadtgemeinde selbst gehe die Arbeit natürlich weiter. „Fad wird uns nicht. Ich sag‘ immer: Das Mühsame ist übrig geblieben“, scherzt er über die Tatsache, dass das klassische Achterl Wein nach einer persönlichen Besprechung derzeit eben nicht möglich sei.

Was steht eigentlich konkret in der Gemeinde an? Die Abbrucharbeiten beim „Hansy-Wirt“ haben bereits begonnen, die Ausschreibungen für den Kindergarten laufen auf Hochtouren.