Tragödie: Mann ging in Donau unter. Am Freitag gegen 18.45 Uhr wurden die Feuerwehren Stopfenreuth, Loimersdorf, Engelhartstetten, Marchegg, Matzen, Hainburg, Wildungsmauer und Haslau sowie eine Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Wien zu einer Personenrettung auf der Donau bei Stopfenreuth stromabwärts Richtung Staatsgrenze alarmiert.

Von Josef Rittler und Stefan Havranek. Erstellt am 21. Juni 2021 (15:02)
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Zahlreiche Einsatzkräfte beteiligten sich an der Suche.
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Aus ungeklärter Ursache war eine Person, die im Bereich Stopfenreuth schwimmen gegangen war, in der Donau untergegangen und nicht mehr aufgetaucht. „Gesucht wurde nach einem etwa 30-Jährigen, der eine blaue Badehose getragen haben soll“, berichtet Hainburgs Feuerwehrkommandant Christian Edlinger.

Der angeführte Bereich wurde mit fünf Feuerwehrbooten und einer Drohne der Feuerwehr Matzen abgesucht. Auch die Taucher der Berufsfeuerwehr versuchten verzweifelt, den Mann zu finden. Des Weiteren stand der Rettungshubschrauber Christophorus 9 bei der Suche nach der vermissten Person im Einsatz. Bei Einbruch der Dunkelheit gegen 20.30 Uhr musste der Sucheinsatz aber dann ergebnislos abgebrochen werden.

Stopfeneuths FF-Kommandant und Einsatzleiter und Jürgen Salat bedankte sich wie Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schicker und Abschnittsfeuerwehrkommandant Christopher Ebm für den reibungslosen Einsatz bei den alarmierten Kräften. Insgesamt standen rund 60 Mitglieder der Feuerwehren, der Polizei, der Stromaufsicht und des Roten Kreuzes im Einsatz.

Warnung vor gefährlichen Strömungen

Die Feuerwehr warnt davor, die Strömung und Unterwasserwirbel der Donau nicht zu unterschätzen. Auch die kalte Wassertemperatur in der Strömung des Flusses kann selbst geübte Schwimmer in Not bringen. Durch den rasch wechselnden Temperaturunterschied des Wassers vom Uferbereich in die Strömung können Krämpfe und Atemprobleme ausgelöst werden.

Auch eine durch die Schifffahrt ausgelöste Sogwirkung kann einen Schwimmer schnell in die Strömung ziehen. Die Feuerwehr rät daher, nicht allein baden zu gehen, die flachen Uferbereiche nicht zu verlassen und bei Schiffsverkehr besonders auf Strömungen zu achten.