Spittelauer Arm ist wieder frei. Mit dem Schlauchboot wurde die Renaturierung des Nebengewässers der Donau bei Stopfenreuth besichtigt.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 08. Mai 2021 (03:42)
Der Wiener Klima-Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), viadonau-Geschäftsfüher Hans-Peter Hasenbichler, Nationalpark-Direktorin Edith Klauser, Klimaschutz-Staatssekretär Magnus Brunner, WWF-Österreich-Geschäftsführerin Andrea Johanides und ÖVP-Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (v.l.). 
Havranek

Mit etwas Verspätung – die Corona-Maßnahmen machten einen früheren Termin unmöglich – wurde am Montag vom Wiener Klima-Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), viadonau-Geschäftsfüher Hans-Peter Hasenbichler, Nationalpark-Direktorin Edith Klauser, Klimaschutz-Staatssekretär Magnus Brunner, WWF-Österreich-Geschäftsführerin Andrea Johanides und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf die erfolgreiche Renaturierung des Spittelauer Arms der Donau bei Stopfenreuth begutachtet.

Der Tross an Politikern, Entscheidungsträgern und Journalisten reiste natürlich per Schlauchboot an – vom Wasser aus hat man schließlich den besten Blick auf die Auswirkungen der Maßnahmen.

„100 Jahre war der Arm von der Donau abgetrennt, jetzt fließt das Wasser wieder durch und es entstehen 4 Kilometer neue Au-Wildnis“, brachte Johanides ihre Freude zum Ausdruck. Auch Klimastadtrat Czernohorszky sprach anlässlich des erfolgreichen Projekts von einem Paradebeispiel für den Landschaftsschutz. Und Staatssekretär Brunner freute sich, rechtzeitig zum heurigen 25-Jahr-Jubiläum des Nationalparks Donau-Auen dieses Vorzeigeprojekt, das zeigt, „wie sich der Lebensraum Donau in seiner Vielfalt entfalten kann“, mitfinanzieren zu dürfen.

Pernkopf betonte den Wert der Natur, der nun wieder erkannt würde und merkte an, dass einander die anwesenden Protagonisten vor 20 Jahren nicht so freundlich gesonnen gegenüber gestanden wären.

Die Öffnung des Spittelauer Arms bedeutet aber nicht nur, dass hier nun Wasser durchströmen kann, die Auswirkungen auf die Fauna und Flora sind der Hauptaspekt: Durch den nun frei fließenden Arm entstehen neue Ufer, die wiederum die Grundlage für neue Au-Wälder bilden und Lebensraum für unzählige Arten sind.