1.200 Eisenbahnerkapperln: Ein Haus wie ein Museum. Lorenz Stipanitz schaffte es mit seinen 1.200 Eisenbahnerkapperln ins Buch der Rekorde.

Von Robert Knotz. Erstellt am 18. Februar 2021 (03:51)
Neben seinen Eisenbahnkappen sammelt Lorenz Stipanitz auch Modelle österreichischer Lokomotiven, Briefmarken, Münzen sowie Miniaturuhren und er bastelt leidenschaftlich gerne Schiffsmodelle.
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Betritt man das Haus von Lorenz Stipanitz (86), fühlt man sich wie in einem Museum. Zahlreiche Sammlerstücke befinden sich in Gängen und Zimmern. Die Krönung ist jedoch der Hobbyraum im Wintergarten des leidenschaftlichen Bastlers: Schiffsmodelle, ein etwa dreieinhalb Meter langes Regal mit unzähligen Mappen – auf den Inhalt wird später eingegangen –, goldene und silberne Miniaturuhren und vieles mehr, das bei Liebhabern historischen Kleinods das Herz höherschlagen lässt, ist dort zu sehen.

„Seit dem Jahr 1944 befasse ich mich mit dem Bau von Schiffsmodellen. Später – um 1955 – entwickelte sich auch die Leidenschaft für die Eisenbahn“, erzählt der pensionierte Bundesbahner. Etwa 70 Schiffsmodelle findet man bei ihm. In filigraner Detailarbeit bastelt er die Takelage der historischen Modelle.

Auf Briefmarken aus dem Nanumea-Atoll ist eine österreichische Lokomotive abgebildet.
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„Es wird in der letzten Zeit etwas schwieriger. Die Augen lassen schon nach und so feine Arbeiten kann ich nur bei Tageslicht machen“, so der umtriebige Sammler. Mit seiner Sammlung von Eisenbahnkappen schaffte Stipanitz es 1997 ins Buch der Rekorde. 1.200 Stück sind im Eisenbahnmuseum Knittelfeld ausgestellt. Nun aber zurück zu dem Regal mit den vielen Mappen: In jeder einzelnen sind Blätter mit Details, Fotos, Briefmarken und Münzen mit der Abbildung österreichischer Lokomotiven zu sehen. Besonders stolz ist Stipanitz auf eine Briefmarke aus dem Nanumea-Atoll, einem nur 3,9 Quadratkilometer großen Atoll mitten im Pazifischen Ozean. Die Marke zeigt die Abbildung der österreichischen E-Lokomotive 1020 aus der Nachkriegszeit, gebaut in den Jahren 1940 bis 1954.

„Fad wird mir nicht. Während der Kleber bei einem Modell trocknet, mach ich eben etwas anderes“, schließt der Bastler.