Ärger: Wasser war plötzlich weg. Gemeindebewohner kamen unter der Dusche und auf der Toilette in eine missliche Lage, weil Mitarbeiter der EVN die Arbeiten wetterbedingt um einen Tag verschoben hatten.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 04. November 2018 (04:23)
Wohin mit dem Schaum, wenn aus der Dusche eine Dreiviertelstunde lang kein Tröpfchen Wasser kommt?
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Wutentbrannt und eingeschäumt von Kopf bis Fuß musste Peter F. vergangenen Donnerstag um 8 Uhr früh aus der Dusche steigen. Sein Bekannter war ebenfalls verärgert, er konnte nach dem Toilettengang die Wasserspülung nicht betätigen.

Was war passiert? Aufgrund von Straßenarbeiten hatten Mitarbeiter der EVN das Wasser der Haushalte in der Schillerstraße für eine Dreiviertelstunde abgedreht. Peter F. erzürnt zur NÖN: „Vor einigen Tagen gab es in unserer Straße Plakatständer, auf denen eine Wassersperre für Mittwochvormittag angekündigt war. Ich war darauf vorbereitet und habe Wasser bereitgestellt. Am Nachmittag habe ich die Wasserkübel wieder entleert.“

"Die Bewohner müssen per Postwurfsendung informiert werden"

Vor einem ähnlichen Problem sei er schon einmal Mitte Juli gestanden: „Warum wird eine solche Sperre auf Plakaten angekündigt und dann kurzerhand einfach abgeändert? Die Bewohner müssen über eine so wichtige Lebenseinschränkung auf jeden Fall einige Tage vor den Arbeiten per Postwurfsendung informiert werden.“

EVN-Sprecher Michael Kovaric erklärt: „In Strasshof werden derzeit 24 Hydranten ausgetauscht, damit die Feuerwehr wieder auf funktionsfähige Armaturen zugreifen kann. Grundsätzlich werden die Bewohner mehrere Tage vor dem Arbeitsbeginn mittels A-Ständern, die in den betroffenen Straßenzügen platziert werden, darüber informiert, dass das Wasser abgedreht wird.“

In diesem speziellen Fall hätten die Arbeiter die Hydrantensanierung am Vortag wetterbedingt unterbrechen müssen. Damit die Baustelle nicht über das lange Wochenende offen stehen bleibt, seien die Tätigkeiten am Morgen des nächsten Tages fortgesetzt worden. Eine neuerliche Verständigung der Anrainer sei kurzfristig leider nicht möglich gewesen.

Beim zweiten genannten Vorfall Mitte Juli habe es sich um ein technisches Gebrechen gehandelt. Die Behebung dieses Schadensfalles habe drei Stunden gedauert.