Beschwerde: Verkehrs-Chaos am Bahnübergang. Die ausgestiegenen Fahrgäste müssten zwischen Autos die Straße queren.

Von Robert Knotz. Erstellt am 27. September 2017 (03:55)
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Autos und Fußgänger sollen einander zu den Hauptverkehrszeiten an der Eisenbahnkreuzung Silberwald im Weg sein.

Laut einem Anrainer (Name der Redaktion bekannt) wird der Straßenverkehr an der S-Bahn-Haltestelle Silberwald immer stärker. Auch eine deutliche Zunahme an Fahrgästen habe er bemerkt. Zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten der Züge seien besonders in der Hauptverkehrszeit sehr viele Menschen am Bahnhofsgelände. Lkw, Pkw, Schüler, Mütter mit Kinderwagen sowie ältere Leute müssten dann unter gefährlichen Umständen die Straße queren. „Mich wundert es, dass hier noch nichts Gröberes passiert ist“, so der Mann. Ein Schutzweg über die Landesstraße L 3025 würde seiner Meinung nach Abhilfe schaffen.

SP-Bürgermeister Ludwig Deltl zeigt sich verwundert: „Erst vor ein paar Jahren haben wir gemeinsam mit der Gemeinde Schönkirchen und den ÖBB den Bahnübergang sicherer gemacht. An beiden Seiten wurde ein Geh- und Radweg errichtet.“ Außerdem seien die Querungen der Gleise deutlich mit Leitlinien markiert worden. Ein Zebrastreifen sei nicht Sache der Gemeinde, da es sich um eine Landesstraße handelt. „Für mich ist das Problem auch völlig neu. Ich werde das mit dem Bürgermeister abklären und, sofern die Einwände gerechtfertigt sind, weitere Schritte veranlassen“, so VP-Landtagsabgeordneter René Lobner.

Auch bei ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif fragte die NÖN nach: „Im Fokus beim Ausbau der Nordbahn stehen die Fahrzeitverkürzung durch eine Geschwindigkeitsanhebung sowie die Erhöhung der Sicherheit durch die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen. Diese Maßnahme gemeinsam mit dem Bau einer Unterführung samt barrierefreien Bahnsteigzugängen sind denkbare und umsetzbare Varianten.“