Nachmittagsbetreuung: Mehrkosten für Eltern. Bürgerlisten-Boss kritisiert Preiserhöhung für Nachmittagsbetreuung in Europa-Mittelschule und Kindergarten. SP-Ortschef Ludwig Deltl kontert die Vorwürfe.

Von Manuel Mattes und Robert Knotz. Erstellt am 26. Januar 2017 (03:07)
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Paul Ebhart setzt sich für eine schrittweise Anpassung der Gebühren ein.
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Bürgerlisten-Boss Paul Ebhart schießt weiterhin scharf gegen die SP-Gemeindeführung unter Ortschef Ludwig Deltl: „Die Kosten für die Nachmittagsbetreuung an der Europa-Mittelschule steigen gleich um rund 20 Prozent an. Das bedeutet eine erhebliche Mehrbelastung für viele Familien.“

Die Bürgerliste habe eine jährliche Anhebung der Gebühren um fünf Prozent vorgeschlagen – eine „viel bessere Lösung“, wie der langjährige Gemeindepolitiker findet. Auch die Erhöhung der Gebühren für die Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten geht Ebhart gegen den Strich: „Wir sind uns natürlich der Tatsache bewusst, dass das Land eine Erhöhung des Mindestbeitrags auf 50 Euro vorgeschrieben hat.“

SP-Ortschef Ludwig Deltl lässt Vorwürfe nicht auf sich sitzen.
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Allerdings habe die Gemeinde nicht nur den Mindestbeitrag erhöht, sondern es müssten auch jene, die bis dato schon mehr als 50 Euro zahlten, tiefer in die Tasche greifen. Zudem seien die Eltern zu spät darüber informiert worden.

SP-Bürgermeister Ludwig Deltl lässt die Vorwürfe wenig überraschend nicht auf sich sitzen: „Die Erhöhung ist die erste, seit es die schulische Nachmittagsbetreuung überhaupt gibt, und wird erst im nächsten Schuljahr – also im September – wirksam.“

Und weiter: „Der Betreiber der Betreuung, die Volkshilfe, verbuchte in den letzten Jahren mehrmals Fehlbeträge, zuletzt in Höhe von 5.000 Euro jährlich. Diese wurden mit öffentlichen Geldern ausgeglichen und es gilt nun das Minus zu kompensieren, zumal vom Land NÖ ein kostendeckender Betrieb vorgeschrieben wurde.“