Strasshof an der Nordbahn

Erstellt am 18. Januar 2017, 02:53

von Manuel Mattes und Robert Knotz

Nahversorger Billa sperrt zu: Ebhart tobt. Schließung des Supermarktes veranlasst Bürgerlisten-Chef zu Kritik an SP-Ortschef Ludwig Deltl. Dieser weist die Anschuldigungen entschieden zurück.

Aus ist es mit dem Hausverstand: Die Billa-Filiale im Zentrum von Strasshof ist seit vergangener Woche geschlossen.  |  Mattes

Bürgerlisten-Chef Paul Ebhart ist empört: „Nach der Schließung der Zielpunkt-Filiale im Zentrum der Gemeinde hat kürzlich auch der Billa zugesperrt. Wohin sollen die Bürger nun einkaufen gehen?“, fragt der Gemeindepolitiker.

Doch nicht nur die Tatsache, dass Strasshof nun einen Supermarkt weniger hat, stößt ihm sauer auf: Seit Jahren könne man beobachten, dass sich die Zahl leer stehender Geschäftslokale immer weiter erhöhe – nun gebe es wieder ein Gebäude mehr, das dem Verfall preisgegeben sei – Strasshof habe bereits genug Ruinen.

Dabei übt Ebhart insbesondere Kritik an der SP-Gemeindeführung unter Bürgermeister Ludwig Deltl: „Wenn die ganze Wirtschaftspolitik der Roten darin besteht, Ehrenurkunden an Gewerbetreibende zu verteilen, kann ich nur sagen: Das reicht als politisches Konzept bestimmt nicht aus.“

„Eine rote Einkaufstasche alleine ist zu wenig, man braucht auch Geschäfte, um diese zu füllen“, so Bürgerlisten-Chef Paul Ebhart mit Gattin und Gemeinderätin Silvia Ebhart.  |  Mattes

Was sagt SP-Ortschef Ludwig Deltl zu den Vorwürfen des Bürgerlisten-Bosses? „Wenn sich ein großer Konzern dazu entscheidet, seine Filiale zu schließen, ist das die Sache des Konzerns und hat rein gar nichts mit der Wirtschaftspolitik der SPÖ zu tun.“ Zumindest einen kleinen Lichtblick gibt es für treue Billa-Kunden allerdings: Seit 16. Jänner verkehrt jeden Montag und Donnerstag ein kostenloser Shuttle-Bus, der die Einkäufer in die Filiale nach Silberwald bringt und von dort auch wieder abholt.

Abfahrt ist um 9 Uhr, Rückfahrt um etwa 9.40 Uhr. Gültig ist das Angebot vorerst bis 20. Februar 2017, bei Erfolg wird allerdings eine Verlängerung des Services in Aussicht gestellt.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Angebot auch von genügend Gemeindebürgern angenommen wird.

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