ÖVP: „Bau der Unterführung um 17 Jahre zu spät“. VP wirft der Gemeinde vor, dass Errichtung viel früher hätte passieren müssen. SP-Ortschef Deltl: „Jetzt steht Finanzierung.“

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. März 2019 (04:50)
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Die VP-Gemeinderäte Andreas Gruber und Achim Wörner vor dem Bahnübergang Silberwald.
ÖVP

Große Freude bei der ÖVP Strasshof. „Die im Jahr 2002 – also vor 17 Jahren – von uns geforderte Unterführung soll jetzt tatsächlich gebaut werden. Bereits seinerzeit war abzusehen, dass durch den stark wachsenden Schienenverkehr und die steigenden Geschwindigkeiten der Züge die Schließzeiten von damals ca. 10 Stunden pro Tag weiter ansteigen würden“, so VP-Gemeinderat Achim Wörner.

Für alle Blaulichtorganisationen sei der momentane Zustand ein extrem zeitraubendes Hindernis, um im Ernstfall schnell vor Ort zu sein. Die vor vielen Jahren gebaute Schrankenanlage samt Bahnübergang wurde in den letzten Jahren mehrmals umgestaltet.

„Diese Umbauten und Sanierungen haben in den letzten Jahren etliche hunderttausende Euro verschlungen. Geld, welches bereits damals in eine Unterführung besser investiert gewesen wäre“, so VP-Gemeinderat Andreas Gruber.

"Was 2002 passierte, war vor meiner Zeit"

Und weiter: „Die ÖVP ist der Meinung, dass die ÖBB nicht nur auf ihr Streckennetz zu schauen hat, sondern auch auf die anderen Verkehrswege, die ihre Anlagen kreuzen und die durch Bevölkerungswachstum, Zuzug und steigenden Straßenverkehr einfach andere Gesamtlösungen erforderlich machen.“

Baubeginn soll im Jahr 2022 sein. Vom Zeitpunkt der Forderung bis zur Fertigstellung im Jahr 2024 wären dann insgesamt 22 Jahre vergangen.

SP-Bürgermeister Ludwig Deltl meint dazu: „Was 2002 passierte, war vor meiner Zeit. Jetzt gibt es eine Finanzierung durch die ÖBB im Zuge des Ausbaues der Nordbahn.“ Die Unterführung wäre sicher nicht gebaut worden, wenn dieser nicht geplant worden wäre.

Deltl weiter: „Was mich besonders freut, ist, dass die ÖVP hinter dem Projekt steht und somit dem Ansinnen des Gänserndorfer Bürgermeisters (René Lobner, VP, Anm.), der die Verlegung der Station in Richtung Gänserndorf möchte, eine klare Absage erteilt.“