Parkende Autos: Ärger geht weiter

Erstellt am 22. September 2022 | 05:50
Lesezeit: 3 Min
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Laut Gerhard Roswald ist der rote Pkw legal am rechten Straßenrand abgestellt. Daher könnte der Lenker von der Polizei auch nicht angezeigt werden.
Foto: Roswald
Stephan Pestitschek nimmt Strasshofs Ortschef Ludwig Deltl in die Pflicht. Der beruft sich auf die StVO.
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Der Strasshofer Stephan Pestitschek hat auf den NÖN-Bericht „Hupkonzert stört die Nachbarschaft“ reagiert und nimmt nun SPÖ-Bürgermeister Ludwig Deltl in die Pflicht.

Rückblende: Gerhard Roswald hatte sich in der Ausgabe der Vorwoche über ein angebliches Hupkonzert durch Buslenker beschwert, weil die Linien- und Schulbusse an der Kreuzung Georg-Weissel-Straße/Goethestraße nicht abbiegen können. Der Kreuzungsbereich sei häufig durch Pkw verparkt.

„Bei einer Bauverhandlung habe ich verlangt, dass pro Haus bzw. Wohneinheit zwei Abstellplätze vorgeschrieben werden, weil in den meisten Gassen in Strasshof zu wenig Platz für parkende Autos ist“, meint Pestitschek. Und weiter: „Ausweichen ist fast unmöglich, denn wer will schon verkehrt aus einer Gasse auf die B8 hinausschieben, wenn dort an den Ecken Lieferwagen einer Firma parken?“

Auf die Frage nach mehr Stellplätzen auf den Grundstücken soll der Bürgermeister geantwortet haben, dass er selbst mit seinem Auto durchkomme. „Er kommt mit seinem Wagen vorbei – und die anderen Lenker können ja die Polizei rufen. Meine Meinung nach sollte die Gemeinde sehr wohl bei der Planung berücksichtigen, dass manche Anrainer mehrere Autos besitzen bzw. dass viele lieber auf der Straße parken, weil sie sich nicht die Mühe machen wollen, ihr Tor zu öffnen um am regulären Parkplatz zu parken“, so Pestitschek.

Auch Gerhard Roswald meint, dass es alleine eine Sache des Bürgermeisters wäre, diesen Missstand abzustellen „In allen von mir übermittelten Bildern ist ersichtlich, dass die parkenden Autos gesetzlich richtig parken. Ich habe dies vermessen.“ Der Abstand zwischen Straßenrand und Ecke Georg-Weissel-Straße/Goethestraße betrage fünfeinhalb Meter. Die Entfernung von der Ecke Georg-Weissel-Straße zur Bushaltestelle wären 30 Meter.

„Abhilfe schafft nur ein Halte- und Parkverbot“

„Somit können ab der Ecke zwei bis drei straffrei parken. Dies ist der Platz, den der Bus aus meiner persönlichen Einschätzung benötigt, um ohne Schwierigkeiten in die Goethe-straße einfahren zu können. Die Polizei hat somit keinen Grund einzuschreiten“, so Roswald. Abhilfe schaffen könne nur ein Halte- und Parkverbot.

Der Bürgermeister sieht dies anders: „Der Gemeinderat hat bereits vor einigen Jahren eine Verordnung erlassen, die besagt, dass pro Wohneinheit von über 80 Quadratmetern zwei Pkw-Abstellplätze errichtet werden müssen.“ Und weiter: „Mit der angeführten Firma meint Herr Pestitschek wahrscheinlich einen Betrieb, der in der Gartenstraße, Ecke B8, angesiedelt ist. Auch für diese Firmenfahrzeuge und Lieferanten gilt die Straßenverkehrsordnung. Man kann dort nur parken, wenn zwei Fahrstreifen frei sind.“

Deltl rät, bei Problemen die Polizei zu verständigen, denn diese ist bei Übertretungen der StVO zuständig. Leider gebe es derzeit keine gesetzliche Handhabe, um Pkw-Halter, die über Parkmöglichkeiten auf ihrem Grundstück verfügen, zu zwingen, diese auch zu benützen.

Übrigens: Die von Roswald übermittelten Fotos wurden an den Bürgermeister weitergeleitet. Er will die Sachlage nochmals überprüfen.

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