Sandra nicht mehr radlos. Dank der Hilfe zahlreicher Unterstützer ist die 40-jährige MS-kranke Frau aus Strasshof nun wieder mobil und kann mit ihrem autistischen Sohn wichtige Wege erledigen.

Von Robert Knotz. Erstellt am 11. September 2021 (05:23)
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Sandra W. (40) ist glücklich. Durch eine Spendenaktion ist die Frau (sie möchte nicht erkannt werden) wieder mobil.
privat

Sandra W. (40, Name der Redaktion bekannt) kann wieder lachen. Nachdem der Frau – sie leidet seit 20 Jahren an Multipler Sklerose – ihr elektrobetriebenes Dreirad im Wert von 3.000 Euro gestohlen worden war ( die NÖN berichtete ), stellte sich spontan eine Welle der Hilfsbereitschaft ein.

Der Deutsch-Wagramer !wir-Gemeinderat Ralf Hachmeister initiierte eine Spendenaktion für die Frau. Auch ein Tätowierer aus der Nachbarschaft stach in seinem Geschäft Tattoos gegen eine Spende. Bevor jedoch das Geld zusammen war, sprang Sandras Vater ein. Er hatte für seinen autistischen Enkel ein Sparbuch angelegt, damit dieser in späteren Zeiten einen finanziellen Rückhalt hat. Der Großvater strecke schließlich das Geld vom Konto seines Enkels für ein neues Rad vor, damit seine Tochter so schnell wie möglich wieder mobil ist.

Spendensumme von 3.000 erreicht

Vor einigen Tagen war schließlich die Spendensumme von 3.000 erreicht und konnte wieder auf das Sparbuch des Sohnes eingezahlt werden. Der GPS-Diebstahls-Tracker, den die !wir-Bürgerliste spendete, soll in den nächsten Tagen eingebaut werden. „Ich habe eine solche Hilfsbereitschaft nicht erwartet. Ich möchte mich bei allen, die daran mitgewirkt haben, dass ich wieder mobil bin, herzlich bedanken“, so die gerührte Frau im NÖN-Telefonat. Sandra W. erledigt mit dem Dreirad ihre Einkäufe und Wege in Strasshof.

Ihr autistischer Sohn geht neben der radfahrenden Frau her. Nur dank eines Dreirads kann sie mit seinem Tempo mithalten. Durch ihre Krankheit ist sie auch beim Gehen sehr stark eingeschränkt.