Sparstift im Kindergarten: Mutter schlägt Alarm. Doris Wagner beklagt sich, weil das Land viele pädagogisch wichtige Maßnahmen streicht. VP-Landtagsabgeordneter René Lobner beruhigt.

Von Robert Knotz. Erstellt am 21. September 2016 (04:00)
NOEN, Symbolbild

Doris Wagner, eine besorgte Mutter, schlägt Alarm: „Wir erfuhren bei einem Elternabend des Kindergartens Hanuschgasse, dass der vom Land Niederösterreich finanzierte und bisher erfolgreich abgehaltene Englisch-Unterricht ab sofort nicht mehr bezahlt wird, da dafür kein Budget vorhanden ist.“

Weiters wurde verkündet, dass es für die Vorschulkinder keine Förderungen mehr gibt, da im Kindergarten keine Vorschule mehr angeboten werden soll, sondern nur noch ein letztes verpflichtendes Kindergartenjahr. Laut Wagner werden die Kinder daher nicht mehr aktiv auf die Schule vorbereitet.

Und weiter: „Auch die Verkehrserziehung des ÖAMTC, die drei Termine für jeweils zwei Stunden umfasste, wird wegen gestrichener Transportkosten nicht mehr abgehalten.“ Außerdem sollen nur noch personenbezogener Einzelunterricht und Interessensgruppen gefördert werden.

Wagner: „Das Mobbing wird massiv gefördert“

Wagner ist sich sicher, dass Gruppenbildung massiv Ausgrenzung und Mobbing fördert und fragt sich, was die anderen Kinder im Zeitraum der Einzelbetreuung machen. Die Mutter spricht von einem Versagen des Bildungskonzepts.

„Die Vorgehensweise muss jede Gemeinde für sich selbst entscheiden“, erläutert VP-Landtagsabgeordneter René Lobner. Und weiter: „Wir in Gänserndorf haben das so geregelt, dass wir die Kosten für den Englisch-Unterricht vorerst weiter finanzieren und dann sukzessive langsam reduzieren.“ Die Ausbildung der Pädagogen beinhalte ohnehin das Fach Englisch – somit können diese ihr erworbenes Wissen an die Kinder weitergeben.

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