Tauziehen um Betreuung. Die Strasshofer Blauen ärgern sich über die Erhöhung der Hortgebühren und nehmen das Land NÖ in die Pflicht. VP-Landtagsabgeordneter René Lobner kontert.

Von Robert Knotz. Erstellt am 08. Februar 2017 (04:22)
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FP-Gemeinderätin Gerda Busch übt Kritik am Land NÖ aus.
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Die FPÖ-Ortsgruppe übt Kritik am Land Niederösterreich: „Es kann nicht sein, dass ein sogenanntes familienfreundliches Bundesland immer mehr Kürzungen der Leistungen für Familien vornimmt. Die Förderungen für Kindergartentransporte und Englischunterricht wurden schon eingestellt, die Ferienbetreuung ist nun teurer und jetzt wird die Nachmittagsbetreuung um saftige Prozentsätze angehoben“, so geschäftsführende FP-Gemeinderätin und Ortsparteichefin Gerda Busch. Und weiter: „Im Grunde wird die Kinderbetreuung immer teurer – bei sinkendem Leistungsumfang. Das ist nicht sozial und schon gar nicht familienfreundlich.“

Busch nimmt aber auch die Gemeinden in die Pflicht. Es sei Aufgabe aller Bürgermeister gewesen, sich zusammenzuschließen und dagegen anzukämpfen.

FP-Gemeinderätin Gerda Busch übt Kritik am Land NÖ aus.
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VP-Landtagsabgeordneter René Lobner weist die Kritik scharf zurück: „Im Bezug auf den Englischunterricht war es bis dato so, dass sogenannte Native-Speaker die Kinder unterrichteten. Die Ausbildung der Kindergarten-Pädagogen beinhaltet genauso gut das Fach Englisch und so können diese auch den Unterricht gestalten.“ Bezüglich der Förderungen für Kindergarten-Transporte seien Lobner keine Beschwerden bekannt.

„Die vom Land vorgeschriebene Erhöhung der Nachmittagsbetreuung bezog sich lediglich auf einen Mindestsatz von 50 Euro. Eine weitere Staffelung bzw. Erhöhung obliegt den Gemeinden. Außerdem gibt es spezielle Regelungen für soziale Härtefälle“, so Lobner.