VP will Gehsteig-Konzept. Schwarze fordern Plan für Sanierung und den Bau von Trottoirs. SP-Ortschef Deltl: „Ist im Straßenbauprogramm enthalten.“

Von Robert Knotz. Erstellt am 10. Januar 2020 (05:50)
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Links: SP-Bürgermeister Ludwig Deltl beruft sich auf seine Verantwortung als Ortschef.; Rechts: Gemeinderat Achim Wörner und seine VP fordern eine Begrünung bei der B8.
Fotos: privat, ÖVP

„Die Gemeinde verfügt über fast 100 Kilometern Straße. Würde man diese jeweils beidseitig mit einem Gehsteig versehen, müsste man 200 Kilometer Trottior errichten. Wie viel davon gibt es überhaupt?“, fragt sich VP-Gemeinderat Achim Wörner.

Seitens der Gemeinde würden, wenn überhaupt, seit Jahren wahllos Gehsteige ohne wirkliches Konzept gebaut oder diese Aufgabe – trotz bezahlter Aufschließungskosten – den jeweiligen Grundeigentümern überlassen. „Uns ist schon klar, dass man nicht von heute auf morgen das ganze Gemeindegebiet mit Gehsteigen versehen kann, aber es wird Zeit, damit anzufangen, ein Konzept auszuarbeiten, das die Aufschließungskosten zweckgebunden macht“, so Wörner weiter. Schon jetzt seien rund 14 Prozent der bestehenden Gehsteige desolat und auf etwa 46 Prozent der Straßen gebe es gar keine.

Auch bei den neu aufgeschlossenen Baugründen sei es verabsäumt worden, den Grundeigentümern mitzuteilen, ob sie überhaupt einen Gehweg bekommen. SP-Bürgermeister Ludwig Deltl sieht das anders: „Die Behauptung, dass es kein Programm gibt, ist unrichtig. Das sollte auch Gemeinderat Wörner wissen, denn er hat am 12. Dezember 2017 in einer Gemeinderatssitzung das Straßenbauprogramm von 2018 bis 2022 mitbeschlossen.“ Das Programm beinhalte auch die Errichtung und Sanierung von Gehsteigen. Somit gingen die von der Volkspartei erhobenen Vorwürfe ins Leere.