FP-Cermak: „SP hat unsere Ideen geklaut“. SP-Stadtrat Nikitscher soll Ideen der FPÖ abgekupfert haben. Dieser wehrt sich.

Von Robert Knotz. Erstellt am 28. Dezember 2019 (04:44)
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FP-Gemeinderat Werner Cermak (li.) beschuldigt SP-Stadtrat Nikitscher (re.), er habe Ideen gestohlen. Dieser wehrt sich gegen die Vorwürfe.
NÖN-Archiv

FP-Gemeinderat Werner Cermak beschuldigt den roten Stadtrat, er habe Ideen gestohlen.
NOEN

FP-Gemeinderat Werner Cermak ist sauer: „Im NÖN-Bericht ,Deutsch-Wagram sucht Mediziner‘ (siehe hier) erweckt SP-Stadtrat Harald Nikitscher den Eindruck, dass die Idee, Ärzte für die Eröffnung einer Praxis in der Stadt finanziell zu unterstützen, auf seinem Mist gewachsen ist.“

Die FPÖ habe bereits im Juli 2017 in ihrem Infoblatt „Freiheitlicher Gemeindekurier“ und in der NÖN auf diese Problematik hingewiesen und diese in der Folge ständig in Gemeinderatssitzungen angesprochen. „Zuletzt in der Sitzung vom 10. Oktober, wo ich einen Dringlichkeitsantrag mit der Forderung, die Ansiedlung von Medizinern mit 30.000 Euro zu fördern, einbrachte“, so Cermak. Weiters seien im Antrag auch der Ausbau und die Aufwertung der Gänserndorfer Tagesklinik verlangt worden.

„Czermak sollte wohl öfter in die Ausschüsse kommen“

Eine Resolution mit diesen Forderungen wurde in der Sitzung vom 12. Dezember einstimmig angenommen. Der Blaue weiter: „Jetzt versucht der faulste aller Stadträte – er berief die wenigsten Ausschüsse ein –, sich als großer Zampano in den Medien darzustellen.“ Er habe den Gesundheitstag sterben lassen, außerdem Standorte für Defibrillatoren angekündigt, diese nicht umgesetzt und sei ein Ankündigungs-Weltmeister und Nacherzähler. „Herr Nikitscher, gehen Sie nicht mit Ideen anderer hausieren“, fügt Cermak zornig hinzu.

SP-Stadtrat Nikitscher wehrt sich gegen die Vorwürfe.Archiv
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Der SP-Stadtrat kontert: „Czermak sollte wohl öfter in die Ausschüsse kommen, dann wüsste er, welche Probleme in den letzten Jahren vorlagen. Wahrscheinlich findet er dies nicht so notwendig, wie einen Monat vor der Wahl absurde Pressemeldungen zu verteilen.“

Die FPÖ verkaufe lediglich einen bezirksweiten Vordruck, in dem nur der Name der jeweiligen Gemeinde eingetragen wurde als „intensive Auseinandersetzung“. Schon seit 2015 – und nicht erst 2017 – werde daran gearbeitet, dass in der Stadt die ärztliche Versorgung gesichert sei. „Wer die Materie kennt, weiß, dass dies kein leichtes Unterfangen im Umfeld mit der Ärztekammer und der Krankenkasse ist. Und populistische Forderungen zu stellen, die wissentlich keine Chance auf Realisierung haben, ist halt nicht mein Stil“, schließt Nikitscher.