Neues Gesicht für Groß-Schweinbarth?. Angehende Akademiker unterbreiteten Vorschläge für eine Gemeinde der Zukunft – darunter auch die Gestaltung der Hauptstraße mit einer Promenade zum Meierhof.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. Februar 2019 (04:00)
Gemeinde
VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl (l.) zeigte großes Interesse an den Vorschlägen der Studenten.

Der Ort könnte in Zukunft einen ganz neuen Charakter erhalten – zumindest, wenn es nach den Vorstellungen einer Gruppe von BOKU-Studenten rund um Erwin Frohmann geht, die im Rahmen ihres Seminarprojektes Gestaltungsideen für den Ort erarbeitete.

Auf Einladung von VP-Ortschefin Marianne Rickl und Vize Karl Pfalz, der für Raumplanung zuständig ist, präsentierten die Studierenden ihre Pläne der staunenden Bevölkerung. Die Schaffung eines Dorfzentrums mit Platzgestaltung um Gemeindeamt, Feuerwehr und Arzthaus stand im Mittelpunkt der Überlegungen und wurde intensiv diskutiert.

Pfalz, der das Gespräch moderierte, freute sich über die positive Resonanz der zahlreichen Besucher, die aber auch durchaus kritische Anmerkungen einbrachten – vor allem, wenn es um die Anzahl der Parkplätze ging.

„Dancing Trees“ könnten zum Bahnhof führen

Die Vorschläge der Studenten reichten von der verkehrsberuhigten Gestaltung der Hauptstraße mit einer Promenade zum Meierhof bis zur Hervorhebung der Ortseinfahrt durch eine alleeartige Bepflanzung.

„Dancing Trees“ könnten den Weg zum Bahnhof umrahmen und beim Beachvolleyballplatz würden Sitzstufen Erholung am Weidenbach bieten. Die Studenten, die den Ort über mehrere Tage zu Fuß erkundeten, entdeckten auch einige versteckte Plätze, die von den Einheimischen oft wenig beachtet werden. Das Ergebnis ist ein Vorschlag für eine sehr offene Parkgestaltung rund um den Bingerpark und die Kirche. Der Zugang könnte zukünftig barrierefrei über einen Personenlift erfolgen.

„Selbstverständlich ist vieles Zukunftsmusik“, so Rickl. „Dennoch bin ich überzeugt, dass wir von den kreativen Ideen bereits einiges bei unseren nächsten Projekten berücksichtigen werden.“ Für alle Interessierten bleiben die anschaulichen Plakate und die angefertigten Modelle noch für zwei Wochen, jeweils am Samstag und Sonntag, zur Besichtigung im Hofkeller ausgestellt – Besucher sind herzlich willkommen.