Rätsel um Covid-Mutation im Bezirk Gänserndorf. Verwirrung um zwei Fälle der südafrikanischen Corona-Mutation.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 03. März 2021 (17:45)
Symbolbild
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In Niederösterreich hat sich die Zahl der mit der südafrikanischen Coronavirus-Mutation B.1.351 infizierten Personen am Dienstag auf 22 erhöht, hieß es aus dem Büro von SPÖ-Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Davon werden zwei Fälle dem Bezirk Gänserndorf zugeordnet.

Eigenartig: Auf der Bezirkshauptmannschaft, in der auch die Gesundheitsbehörde untergebracht ist, sieht man die Lage anders.

BH-Stellvertreter Wolfgang Merkatz zur NÖN: „Uns ist nur ein infizierter Mann bekannt, der hier infrage kommt. Nachdem dieser aber seit einiger Zeit in einem Krankenhaus liegt und wir kein Spital haben, kann er nicht dem Bezirk Gänserndorf zugerechnet werden.“ Außerdem sei noch nicht restlos geklärt, ob es tatsächlich die gefährliche Variante B.1.351 ist. Die nötige DNA-Sequenzierung sei noch nicht abgeschlossen. Merkatz: „Ja, es gibt den Verdacht, aber mehr wissen wir noch nicht.“

Bei der zweiten Person, die von der Gesundheitslandesrätin genannt wurde, dürfte es sich vermutlich um die Ehefrau des Spitalspatienten handeln. „In diesem Fall steht noch nicht einmal fest, ob die Frau überhaupt mit dem Coronavirus infiziert ist“, so der Gänserndorfer Bezirkshauptmann-Stellvertreter.

Wie kommt es zu den unterschiedlichen Sichtweisen? Anton Heinzl, Sprecher der Gesundheitslandesrätin, klärt auf: „Aufgrund zeitlicher Verzögerungen beim Informationsaustausch zwischen den Behörden kann so etwas passieren. Wir haben unsere Infos vom Sanitätsstab, der übergeordneten Behörde. Der besagte Mann und seine Ehefrau wurden positiv auf die Mutation getestet. Beide Personen sind im Bezirk Gänserndorf hauptgemeldet und es zählt immer der Hauptwohnsitz."