Schweinbarther Kreuz: Fährt Bahn weiter?. Aktionsgruppe holt sich die Unterstützung von privaten Unternehmen für den Erhalt des Personenverkehrs.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 16. Oktober 2019 (04:00)
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Stehen die Weichen für das Schweinbarther Kreuz auf Grün? Die Neuigkeiten, dass eventuell ein privater Anbieter die Bahnlinie weiterbetreiben könnte, stößt bei vielen auf Freude.

Mit einer spannenden Neuigkeit wartet die Aktionsgruppe „Regionalbahn statt Bus“ auf: „Wir sind mit zwei privaten Unternehmen im Gespräch, die am Fortbetrieb des Schweinbarther Kreuzes für den Personenverkehr interessiert sind“, gibt Gerhard Mayer im NÖN-Gespräch bekannt. Derzeit laufen Prüfungen, bis Ende November erwartet die Aktionsgruppe Näheres.

„Die potenziellen Bahnbetreiber möchten die Gemeinden jedenfalls einbinden und setzen auf deren argumentative Unterstützung“, so Mayer weiter. Es werde ohne Zweifel noch einige Zeit benötigen, man peilt aber einen Weiterbetrieb bis spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 an. „Wenn die ÖBB den Personenverkehr nicht mehr möchte, kann das Land Niederösterreich auf eine Alternative zurückgreifen und in Verhandlungen gehen“, fährt Mayer fort, der „Ignoranz und Drüberfahren“ beklagt und von „verkehrsbezogener politischer Willkür“ spricht.

„Leopoldau-Anbindung bringt viel Mehrwert“

„Mit einer Anbindung der Regionalbahn nach Leopoldau steigen die Akzeptanz und damit die Fahrgastzahlen mit Sicherheit wesentlich“, sieht Mayer hier Zukunftschancen. Die für Herbst 2021 zugesagten Elektrobusse hält die Aktionsgruppe für einen Marketing-Gag und auch der Busbahnhof in Raggendorf ist ihr ein Dorn im Auge, wie übrigens auch den Anrainern, die gegen die Lärmbelästigung der Busse auf die Barrikaden gehen (die NÖN berichtete).

„Unter dem Gesichtspunkt eines möglichen Fortbetriebes ist die Errichtung des Busbahnhofes Verschwendung von Steuergeld“, sieht Mayer derzeit keine dringliche Notwendigkeit für den Bau. Zumindest stehen die Chancen auf einen Fortbestand der Bahn wieder etwas besser. In Bezug auf Mobilität im Bezirk scheint jedenfalls einiges in Bewegung zu kommen.