Höfler: „Lasse mich nicht missbrauchen“. Judentum-Expertin Ida Olga Höfler stellt klar: Ihre Meinung sei bei der ganzen (hitzigen) Debatte nicht relevant.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 18. Mai 2018 (04:55)
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Die ehemalige Synagoge, in der derzeit das Jugendzentrum untergebracht ist, ist schwer desolat und soll im Sommer abgerissen werden.
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Wie die NÖN berichtete , stößt der im Sommer geplante Abbruch der ehemaligen Synagoge an der Bahnstraße – auf dem Gelände sollen Parkplätze errichtet werden – den Grünen sauer auf. Die ÖVP-Bürgermeisterpartei wiederum rechtfertigte ihre Entscheidung damit, dass sowohl die Israelitische Kultusgemeinde als auch Gänserndorfs Judentum-Expertin Ida Olga Höfler das besagte Gebäude als nicht erhaltenswert erachten.

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Ida Olga Höfler: „Mich geht das Ganze überhaupt nichts an. Ich weiß nicht, warum man mich in die Debatte hineinzieht.“
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Höfler stellt nun klar: „Was ich denke, ist völlig irrelevant. Das Haus gehört der Gemeinde und es steht nicht unter Denkmalschutz. Somit kann die Stadt damit machen, was sie will.“ Und weiter: „Mich geht das Ganze überhaupt nichts an. Ich weiß nicht, warum man mich in die Debatte hineinzieht. Ich lasse mich nicht instrumentalisieren.“

Höfler betont, dass sie lediglich historische Forschung betreibe: „Mir ist nur wichtig, dass die Gedenktafel, die ich einst an der Wand der ehemaligen Synagoge montieren ließ, künftig beim Jüdischen Friedhof an der B8 angebracht wird – und das hat die Gemeinde bereits beschlossen.“ Alles Weitere liege nicht in ihrer Hand oder Verantwortung: „Das müssen andere entscheiden.“